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Jogi
Administrator

Beiträge: 5.582


08.08.2006 22:53
Night Of The Prog 28.07.06; Loreley antworten
Die erste 'Night Of The Prog' und die dann auch noch auf dem ehrwürdigen Felsen 'Loreley'. Diese wunderbare Location, die den Verlauf des Rheins in St. Goarshausen überragt und schon so oft Schauplatz wunderbarer Rock-Events gewesen ist. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie Joe Cocker in den 80er Jahren im Rahmen des Rockpalast seinen Comeback-Auftritt dort absolvierte und wie an diesem Tag U 2 erstmals live in Deutschland auf sich aufmerksam machten. Und dann darf daran erinnert werden, dass vor 30 Jahren Genesis auf der Freilichtbühne auftraten und Marillion mit Leadsänger Fish vor 19 Jahren mit "The Thieving Magpie" einen grandiosen Auftritt feierten. Und damit haben wir die Kurve in die progressive Musik bekommen.

Nun, das Line Up dieses Festivals hätte kaum abwechslungsreicher sein können. Eigentlich hätten RPWL aus Freising an diesem Tag spielen sollen, doch die Show war leider gecancelt worden. Das jedoch für adäquaten Ersatz gesorgt worden war spricht für das Event und den Veranstalter.

Ich hatte schon einige Bedenken, dass das Festival unter heftigen Wärmegewittern leiden könnte. Kurz vor der Ankunft war dann auch eine kräftige Dusche von oben gekommen. Das führte dazu, dass die fast unerträgliche Hitze der vergangenen Tage weggespült worden war und das Publikum die Show bei gut auszuhaltenden Temperaturen und ohne weiteren Regen genießen konnte.
Prog-Events leiden selten vor zu großem Andrang und so schätze ich, dass ca. 3500 - 4000 Fans den Weg zum Festival gefunden hatten. Der Vorteil liegt allerdings darin, dass man das Programm in sehr entspannter Atmosphäre genießen kann. Und um eines gleich vorweg zu nehmen: Nach dieser 'Night Of The Prog' bin ich der Überzeugung, dass bei einem weiteren Event ähnlicher Art auf der Loreley der Zustrom größer wird.

Zum Programm:

Der Abend wurde von den sympathischen Celtic-Prog-Rockern Mostly Autumn um 17.30 Uhr eröffnet. Treffend wäre auch 'Progressiv-Folk-Rock' für das, was die Briten zu bieten haben.
Auffallend das unheimlich prägende und stellenweise positiv ausufernde Gitarrenspiel von Brian Josh. Und auch die Stimme von Fish-Freundin Heather Findlay klingt angenehm. Wenn die Band richtig in Schwung ist und zunehmend die Querflöten zum Einsatz kommen, dann konnte man an der Resonanz des Publikums sehr schnell erkennen, dass die Musik von Mostly Autumn zu Unrecht so unbekannt in Deutschland ist.







Ich verfolge diese Band seit ihrem für meine Begriffe glänzenden Album "Passengers" und leider ist die Formation in Deutschland nicht all zu häufig live zu sehen. Das wird sich hoffentlich bald ändern.
Mostly AutumnErstaunlich war der Sound. Die Leadgitarre hatte einen unheimlichen Punch. Ohnehin muss man attestieren, dass der Sound auf der Loreley bei allen Bands sehr gut war und das bestätigte die Örtlichkeit wieder als unheimlich tolle Location. Es gab 85 Minuten, aber leider keine Zugabe. Ich denke, dass dies mit dem strikten Programmablauf zu tun hatte, denn die Fans hätten sicherlich noch gerne einen oder zwei Songs gehört.





Die Umbaupausen waren an diesem Abend in allen Fällen sehr erträglich, im Schnitt betrugen sie ca. 20 Minuten. Das programmierbare Monitorpult macht so etwas eben möglich.





Sylvan aus Hamburg waren die zweite Band des Abends, die für die zuvor bereits bestätigten RPWL eingesprungen waren. Obwohl ich mich unheimlich auf die Freisinger gefreut hatte, war ich von Anfang an der Meinung, dass Sylvan mit ihrem aktuellen Album, Posthumous Silence, ein adäquater Ersatz waren. Man muss ihnen großes Lob zollen. Bassist Sebastian Harnack offerierte noch vor dem ersten Ton, dass Sylvan dieses Konzert seinem kleinen Bruder Julian widmen würden, der vier Tage zuvor im Alter von nur 16 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren hatte.
Doch die Band spielte vom ersten Ton an wie aus einem Guss. Gratulation an Sylvan, die nach dem 'eclipsed-Festival' im Colos Saal in Aschaffenburg mit der 'Night Of The Prog' auf der Loreley eine weitere wichtige Bühne erklommen haben.

Im Mittelpunkt des Programms stand natürlich die aktuelle CD, aber auch die Klassiker von den Alben "X-Rayed" und "Artificial Paradise" wurden gespielt und vom Publikum begeistert aufgenommen. 90 Minuten Spielzeit vergingen wie im Fluge.







Um 21.05 Uhr kam dann der vom Veranstalter deklarierte Hauptact auf die Bühne. Ich hatte den guten alten Fish ja schon auf der laufenden Tour in Mainz gesehen.









Hatte ich da noch den wirklich miserablen Sound moniert, so war dieser auf der Loreley um Längen besser. Die Lautstärke war genau so gewählt, wie sie es dem ehemaligen Marillion-Frontmann diesmal erlaubte, nicht ständig an den nicht mehr erreichbaren Höhen zu kratzen. Wie ich allerdings erfahren habe, soll Fish als Einziger seinen eigenen Mixer mitgebracht haben. Deswegen muss es erlaubt sein, festzustellen, dass der Sound zwar gut, aber von den vier spielenden Bands der Miserabelste war.
Fish Das Programm von Derek William Dick unterschied sich nicht wesentlich von der gerade abgelaufenen Hallen-Tour. Hinzu gekommen war "Just Good Friends" im Duett mit Freundin und Mostley Autumn-Sängerin Heather Findlay.
Fish strahlte über das ganze Gesicht und hatte ich ihn im Konzertbereicht aus Mainz noch als einen augenscheinlich gebrochenen Mann beschrieben, so waren an diesem Abend wesentliche Veränderungen in seinem Erscheinungsbild vorhanden. Fish ist wieder im Geschäft, die Tournee hat sich in Deutschland gelohnt. Er hat sich fast ausschließlich positive Kritiken erarbeitet. Wie auch auf der bisherigen Tour folgte das "Misplaced Childhood"-Album komplett und natürlich wurde dieses vom Publikum begeistert aufgenommen.





Die Zahl der Besucher hatte sich für den Auftritt von Fish erheblich erhöht, so dass anzunehmen ist, dass Viele wegen des Headliners auf die Loreley gekommen waren. Ein starker Auftritt des Schotten!!...übrigens mit neuem Drummer Gavin John Griffiths.



Um 23.45 Uhr war es dann Zeit für weitere Nostalgie. Fast auf den Tag genau 30 Jahre, nachdem Genesis hier an dieser Stelle das Live-Programm 'Seconds Out' präsentiert hatten, stieg die gleichnamige Coverband aus Aschaffenburg auf die Bühne.
Diese Formation bringt den Sound der Legenden auf den Punkt genau und das es mit dem Monitoring erhebliche Probleme gab, war für den Zuhörer kaum feststellbar. Die Musik von Genesis ist schwierig und anspruchsvoll und um so begeisterter war ich, wieder einmal in alten Zeiten zu schwelgen. Die Fans hatten inzwischen über 5 Stunden Live-Musik hinter sich und trotzdem blieben noch viele, um sich dieses 'Schmankerl' nicht entgehen zu lassen.







Fish war so begeistert, dass er die Band ebenfalls im Programm nochmals unterstützte. Leider müssen auch auf der Loreley bei Zeiten die Lichter ausgehen. Und so konnten Seconds Out die letzten beiden, aber tollen Stücke "Cinema Show" und "Dance On The Volcano" nicht mehr spielen. Seconds Out, das ist ein Geheimtipp für Fans von Genesis und vor allen Dingen klassischen Progs. Eine schöne Ergänzung zum Line Up!





Um 01.00 Uhr war dann Schluss für die erste 'Night Of The Prog' auf der Loreley. Ein gelungenes Event, welches sich eigentlich etablieren könnte und sollte. Zu wünschen wäre es jedenfalls. Eine saubere Arbeit vom Veranstalter.
Und wenn dann zukünftig noch ein oder zwei Essenstände sowie Bierstände mehr vorhanden sind, dann gibt es da kaum noch etwas zu verbessern.

Prog on....bis zum nächsten Jahr??




Gruß Jogi

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