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Jogi
Administrator

Beiträge: 5.582


31.01.2006 19:44
Vanilla Rex - Parallel Worlds antworten
Vanilla Rex - Parallel Worlds



2005
Prog-Metal
Eigenvertrieb
ohne Wertung


Als Hobbymusiker freue ich mich immer, wenn es aus den eigenen Reihen etwas zu berichten gibt. Der Underground lebt, das kann ich Euch sagen und mit Vanilla Rex aus Koblenz wird der Beweis hierfür angetreten. Die Band besteht bereits seit Anfang der 80er und hatte im November 1988 sein erstes eigenes Demo aufgenommen. In den themenspezifischen Magazinen gab es damals schon ein erstes Aufhorchen und positives wurde attestiert. Als das zweite Demo „Kick ass city“ im Jahr 1989 eingespielt wurde, war man mit Inline Music kurz vor der Veröffentlichung eines offiziellen Debut-Albums. Leider kam es mangels Liquidität des Labels nicht zustande.

Nun, die Musik hat sich im Laufe der nun doch schon langen Bandgeschichte verändert. So wandelte man zunächst auf den Spuren des NWOBHMB und anschließendem Power-Metal. Heute findet man sich zwar immer noch in Powergefilden wieder, nur ist inzwischen ein gehöriger Schuss Progressivität hinzugekommen. Vanilla Rex haben ihr Schicksal selbst in die Hand genommen, produzieren nun eigene Alben und holen raus, was rauszuholen ist. Mit viel Mühen und Liebe ins Detail hatte man ein 3. Demo mit dem Titel „Before you die“ eingespielt. Und jetzt, vor kurzem erschienen, liegt ein komplettes Album mit dem Titel „Parallel Worlds“ vor mir.

Also rein in den Player und ab geht die Post. Fangen wir mit dem ortsüblichen Negativen an, der Sound der Platte könnte etwas druckvoller sein, insbesondere im tiefen Drumbereich, nämlich dort, wo die Bassdrum seine Akzente setzen soll. Das tut sie auch, aber ich würde mir wünschen, dass man dem Album nochmals die Chance gibt, von professioneller Seite ein Mastering drüber zu spielen, um das vorhandene Material, ich betone, „noch“ besser zu machen. Da hört es dann mit meiner Kritik auch schon auf. Viele von uns wären froh, mit solcher Qualität aufzumarschieren.

Vanilla Rex, das sind auf dem Album:

Andi Wagener (Vocals)
Klaus Schwenzner (Guitars; Backing-Vocals)
Daniel Kohn (Bassguitar; Backing Vocals)
Carsten Hoppen (Keyboards)
Dirk Bärhold (Drums)



Die Band hat sich aus persönlichen Gründen inzwischen von Shouter Andi Wagener getrennt und ist auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

Zum Silberling:

Vanilla Rex spielen mit viel Power, einem erdigen Bassound, sehr schönen Gitarrenriffs und unterstreichen dies mit doch ungewöhnlich vielen, vor allen Dingen teppichlegenden Keyboards. Der Gesang gefällt mir persönlich sehr gut und passt ins Konzept. Insofern ist die Suche nach dem Nachfolger auch nicht ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick aussehen mag.

Nach dem doch recht imposanten, zugleich amüsanten, Epilog legt die Band mit „Awaken the Sphinx“ einen recht treibenden Song vor, düstere, druckvolle Gitarrenriffs und ein dominantes Keyboard. Darunter arbeiten Double-Basses und geben den Takt an. Was die Band gerne macht, und das hört man schon hier, sind diese von Gitarrenläufen hinterlegten Breaks. Mit 7.09 min ist die Länge des Songs gut dosiert.

Das der Band auch Melodien sehr wichtig sind, verbunden mit dem Aufbau einer gewissen Stimmung, stellt sich beim Intro von „Losing“ ein. Für mich gelungen erscheint die Kombination von Spannungsaufbau, dem sich gegenseitigen Ergänzen von Keys und Guitars. Refrainmelodien bleiben eingängig, dazwischen nutzt man die Chance, auch außergewöhnliche Melodieabläufe einzubringen.

Wer meint, dass es bei „Gone with the tide“ in den Urlaub geht, der irrt, denn der Song präsentiert das, was im Falle des Falles folgen kann. Lasst euch überraschen und hört einfach in Ruhe zu.

Stilistisch haben Vanilla Rex eine saubere Linie gefunden, an der sich auch der ungeübte Proghörer orientieren kann. Mut zu ausgefeilten Melodien, Tempoverzögerungen etc., so dass man eine Menge entdecken kann. Von daher möchte ich keinen Song besonders heraus heben. Das es nicht an Ideen hapert, merkt man schon am Eingang von „2005 – Tears of a Gargoyle“ und es wäre noch ein wenig spannend, wer im musikalischen Großwerden der Band sein größten Einfluss geltend gemacht hat.

Insgesamt handelt es sich um eine Platte, die auch ihren Ursprung im harten Rock nicht verleugnen kann, das ganze mit progressiven Merkmalen kaschiert. Ich finde, dieses ganze Projekt verdient Respekt und sollte den einen oder anderen dazu animieren, der Band tatkräftig unter die Arme zu greifen. Bis dann hoffentlich bald ein anständiges Label drauf anspringt, lohnt sich ein Blick auf die HP, wo es dieses Album auch zu bestellen gibt. Sogar das Cover wurde mit Witz im Detail konzipiert…..

Ich kann nur sagen: Weiter so und drücke fest die Daumen, dass der Sprung noch geschafft und die bodenständige Hartnäckigkeit in diesem harten Geschäft noch belohnt wird.


Tracklist:

1. Prelude (welcome the newborn child) 0.50 min
2. Awaken the Sphinx 7.10 min
3. Losing 9.13 min
4. Gone with the tide 5.55 min
5. Five senses 6.31 min
6. The winged serpent 8.58 min
7. Wasted life 8.13 min
8. 2005 – Tears of a Gargoyle 6.32 min


Gesamtspielzeit: 53.22 min


http://www.vanillarex.de/






Gruß Jogi

Wenn nicht hier, dann in Jogi`s Guitarforum
http://www.jogi-guitarforum.de/
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