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Madhatter
Keep on rockin`

Beiträge: 61


22.10.2008 22:33
Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

2002, als Jethro Tull ihr „Living with the past“-Livealbum aufnahmen, gab Ian Anderson vor einem kurz eingespielten Ausschnitt von „Thick as a brick“ eine denkwürdige Ansage von sich, die er zwar – wie es sein Stil ist – humorvoll intonierte, hinter der aber ein ernsthafter Kern zu stecken schien. Er sagte: „We’ve been everything to everybody: starting up with being a low Blues Band, then we became a Rock Blues Band, Blues Rock Band or whatever you wanna call it, a Classic Rock Band, Folk Rock Band, Art Rock Band, even a Progressive Rock Band. Back in 72, 73 we were it just for a little while – a Progressive Rock Band who made CONCEPT ALBUMS!! – but don’t worry, we won’t do that tonight“.

Was er damit – zwischen den Zeilen – vielleicht sagen wollte, ließe sich möglicherweise so verstehen: Diese Band habe gar nicht bewusst beabsichtigt, eine Progband zu sein, aber angesichts einer bestimmten Musik zu einer bestimmten Zeit ihres Werdegangs sei ihr dieses Etikett angehängt worden bzw. habe sie es sich selbst angehängt. Daraus wiederum könnte man vorsichtig einen allgemeinen Schluss ziehen:

Im Verlaufe der 70er Jahre gab es Bands, die nicht wirklich Prog machen wollten, aber eine fast unvermeidbare Entwicklung des musikalischen Zeitgeistes, dem diese Bands nicht nachgeben konnten, führte sie zwangsläufig zum Prog – wenn auch nur für eine gewisse Zeit. Und – um noch kurz beim Beispiel zu bleiben – kaum ein Progfan würde wohl heute ernsthaft bezweifeln wollen, dass Jethro Tull von „Aqualung“ über „Thick as a brick“ bis zum umstrittenen „Passion Play“ waschechten Prog hervorgebracht haben. Davor wurde diese Phase sicher schon seit „Stand up“ allmählich ein- und mit „Minstrel in the gallery“ wieder behutsam ausgeleitet. Somit sind Jethro Tull in Wirklichkeit wohl wirklich keine Progband – nicht, wenn man die wenigen Prog-Alben den zahlreichen späteren „leichteren“ Werken gegenüberstellt. Aber trotzdem sind diese genannten Beispielalben echter Prog, mag es die Band gewollt haben oder nicht.

Nun handelt es sich bei Jethro Tull um eine der Bands, die ihren festen Platz in der Progszene verdient haben und nicht unbedingt in dieses Feature gehören. Aber sie sind ein geeignetes Beispiel für „unerwarteten“ Prog; ebenfalls beispielhaft für das gleiche Phänomen sind unter anderem Barclay James Harvest, Electric Light Orchestra, Supertramp, Procol Harum, Alan Parsons Project, Queen und Uriah Heep – alles BBS-relevante Bands, die deshalb an dieser Stelle übergangen werden dürfen.

Aber: das angesprochene Phänomen gehörte offenbar zu einem Zeitgeist und zog daher viel weitere Kreise. Zahlreiche Non-Prog-Bands –vorwiegend der 70er, z.T. noch der 80er Jahre – unternahmen auf ihrem Werdegang einen Abstecher in die Gefilde des Prog; manche für ein einziges Album, manche für eine komplette Schaffensphase, manche auch nur für wenige Songs eines Albums, und einige kehrten regelmäßig dorthin zurück, ohne dort wirklich zuhause zu sein. Man kann die Verläufe dieser Seitenwege unterscheiden zwischen Berg-Kurven und Jojo-Kurven: entweder führt aus „unverdächtigen“ Anfängen eine steigende Linie bis auf einen „Prog-Gipfel“ und von dort wieder langsam hinab (wie bei Jethro Tull), oder die Band-Karriere beginnt bereits mit unüberhörbaren Progelementen, lässt sich dann allmählich wieder fallen, um jedoch später gelegentlich zum Prog zurückzufinden (Beispiele dafür sind Alan Parsons und auch Supertramp), wobei freilich diese Kurven-Bilder nicht als starre Schemata aufzufassen sind.

Im Folgenden werden wichtige Non-Prog-Bands und deren prog-relevante Schlüsselalben vorgestellt – ohne dass jedoch diese Auswahl einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben könnte; die Liste ließe sich wahrscheinlich endlos erweitern. Auch die Reihenfolge der Beispiele ist rein zufällig entstanden.

Beginnen wir mit einem der einschlägigsten Beispiele:

Dire Straits
• Love over gold (1982)

Mit lockerem Gitarren-Geschrammel eroberte die Band schnell die Charts und landete mit „Sultans of Swing“ gleich einen Hit auf ihrem ersten Album. Es hätte kein Problem sein dürfen, den so leicht gewonnenen Erfolg noch eine Weile nach demselben Strickmuster zu halten, aber schon mit dem dritten Album „Making Movies“ wurden die Songs deutlich länger („Tunnel of love“, „Romeo & Juliet“, „Skateaway“), und danach folgte mit „Love over Gold“ das vielleicht proggigste Album, das es je von einer Non-Prog-Band gegeben hat: das viertelstündige „Telegraph Road“, das das Album einleitet, ist ein geradezu klassischer Prog-Longtrack mit Gewittergeräuschen, filigraner Einleitung, raffiniertem Kompositions-Spannungsbogen, sorgfältig gegliederten Teilen und instrumentalem Bombast. Auch der Hit des Albums („Private Investigations“) ist viel mehr, als man von einem Hit dieser Band erwartet hätte: minimalistisches Understatement mit Akustikgitarre und gruseliger Percussion baut in sechs Minuten einen atmosphärischen Thriller aus unterschwelligen Leitthemen und Variationen auf, wie er zu der Zeit sicher auch Peter Gabriel gefallen hätte. Witzig dabei ist, wie die Band offenbar geglaubt hat, sich für dieses Album gewissermaßen bei den Fans entschuldigen zu müssen: kurz nach dessen Veröffentlichung reichte sie mit „Twisting by the Pool“ eine Single nach, die so klang, wie es ihr Titel vermuten ließ. Aber völlig progfrei ist auch das Nachfolgealbum „Brothers in arms“ nicht ausgefallen: „Ride across the river“ hatte einen leichten Ethno-Einschlag, „Money for nothing“ eine floydige Einleitung, und selbst das unauffällige „Why worry“ gibt sich zwar als Schmuselied, kommt aber dank einer verspielten Instrumentalcoda auf acht Minuten.

Ein ähnlich drastisches Bild von Kontrasten im Gesamtstil finden wir bei

Mike Batt
• Schizophonia (1976)
• Tarot Suite (1979)
• Six days in Berlin (1981)

Mike Batt ist ein solcher Tausendsassa der Musikszene im weitesten Sinne, dass ihn sein Weg wohl zwangsläufig auch einmal zum Prog führen musste; er hat Werbe-Jingles geschrieben, Filmsoundtracks, Hits („Bright Eyes“), hat Musicals und zahllose Alben anderer Künstler produziert. Für all das brauchte er ein Talent, Musik möglichst effektvoll und ergreifend zu arrangieren und zu komponieren, und das war für ihn der Weg, der ihn bis an die Grenzen des Prog führte. Dabei hatte er kein Problem damit, anspruchsvolle orchestrale Kompositionen voller Bombast-Arrangement mit süßlichen Popsongs auf einem Album zu vereinigen: schon sein erstes Album „Schizophonia“ enthält Hits wie „The walls of the world“ und „Railway Hotel“ neben orchestralen Überwältigungs-Schwergewichten wie „The ride to Agadir“ und „Insh'Allah“, die den Brückenschlag vom Classic Rock zum Prog wagen. In diesem Gesamtkonzept zeigt er eine musikalische Wesensverwandtschaft zu Alan Parsons, der ja in derselben Zeitepoche ähnliche Kontraste auf seine Alben gebracht hatte. Auf seinem nächsten Album wird Batt noch deutlicher: „Tarot Suite“ enthält einen noch wesentlich größeren Anteil an Progelementen und kontrastiert das Orchester wie selbstverständlich mit fetzenden Gitarrensoli; das instrumentale „Valley of swords“ oder „Tarota“ mit seiner klassizistischen Komposition und der harten Gitarre von Chris Spedding hätte so auch auf Parsons’ Album „Turn of a friendly card“ gepasst. Auch Batt’s Idee eines Konzeptalbums mit rotem Faden – hier die Tarot-Karten – ist eine typische Prog-Idee (zum Vergleich: Auch Steve Hackett hat sich auf seinem ersten Album „Yoyage of the Acolyte“ mit Tarot beschäftigt). Freilich enthält „Tarot Suite“ noch zwei typisch süßliche Schmusehits aus der Feder Batt’s, nämlich „Lady of the dawn“ (das er selbst singt) und „Run like the wind“ mit der Stimme von Roger Chapman.
Fast vergessen ist heute, dass Mike Batt 1981 noch einmal ganz entschieden zum Prog zurückkehrte: „Six days in Berlin“ ist eine instrumentale Herausforderung für Orchester und Rockband, diesmal ohne jegliche Hitsingle und dafür mit erstaunlicher Experimentierfreude. Vor allem nach Batt’s flach-poppigen Album „Waves“, auf dem der nur noch spärlich anzutreffende Orchestersound allmählich zur Marken-Masche geworden war, hätte ihm ein solches Bekenntnis zu komplexen Strukturen wohl niemand mehr zugetraut – und gedankt hat es ihm auch keiner: das Album erschien in einer bald vergriffenen Vinyl-Auflage und ist seitdem nirgendwo wieder aufgetaucht.

In eine vergleichbare Richtung, wenn auch typisch amerikanisch mit Neigung zum AOR und mit den Wurzeln des Rock’n’roll ging

Meat Loaf
• Bat out of hell (1977)

Auch bei ihm war es so, dass seine Hitsingles völlig prog-unverdächtig daherkamen und die aufwändigeren Strukturen seiner längeren Tracks in der Publikums-Rezeption oft weniger beachtet wurden. Dabei sind sich seine Fans bis heute ziemlich einig, dass Jim Steinman die besten seiner Songs geschrieben hat, der – ähnlich wie Mike Batt – immer ein Standbein im Musicalbereich gehabt hat und auf dieser Ebene die Grenzen erforschte, was ihn – fast logisch – in Progbereiche führte. Schon der Aufbau des Album-Titeltracks ist typisch für symphonischen Prog: unerwartete Wendungen, kapriziöses Klavier und abgerundeter Gesamtaufbau bringen Musik hervor, die in etwa so klingt, als wäre ein Prog-Pianist bei einer AOR-Band eingestiegen und würde deren Stil entscheidend prägen. Somit dürften die meisten Progfans Gefallen an den längeren Songs des Albums finden („Bat out of hell“, „Paradise by the dashboard light“ und „For crying out loud“) und wären wahrscheinlich auch von Meat Loaf’s weiteren Versuchen in dieser Richtung kaum enttäuscht („Dead Ringer“ und die zwei „Sequels“ von „Bat out of hell“), die zwar dem Stil keine wirklich neuen Seiten abgewinnen konnten, jedoch diesen Stil innerhalb seiner Grenzen immer wieder unterhaltsam aufzuarbeiten wussten.

Es scheint sich das Bild abzuzeichnen, dass vor allem der symphonische Prog in den Randbereichen immer wieder gern bemüht wurde. Ein sicher weniger bekanntes Beispiel findet sich bei

Maddy Prior
• Woman in the wings (1978)
• Changing Winds (1978)

Maddy Prior war jahrzehntelang Sängerin der englischen Folkband „Steeleye Span“. Diese Formation hatte sich bereits von ihren Anfängen an gelegentlich in längeren Songstrukturen versucht (zwei ihrer Alben wurden übrigens von Mike Batt produziert), aber mit richtigem Prog kam Maddy Prior in Berührung, als sie – kurz vor der Veröffentlichung der oben genannten Soloalben – auf Mike Oldfields „Incantations“ und „The Eye of Wendor“ von Mandalaband mitwirkte. Sie begleitete Oldfield auch auf dessen „Incantations“-Tournee. Außerdem hatte sie bei Jethro Tull im Background des Albums „Too old to Rock 'n' Roll: Too young to die“ gesungen. Ferner erinnerte ihre Stimme ein wenig an die von Annie Haslam, wenn sie auch etwas schärfer-erdigere Spitzen hatte. Und genau aus diesen Quellen scheinen die wichtigsten Inspirationen für ihre ersten Soloalben gekommen zu sein: darauf finden sich klassizistisch-verschnörkelte Kleinepen, die auf jedes Renaissance-Album gepasst hätten: „Woman in the wings“, „Deep water“, „To have and to hold“ und vor allem „The sovereign prince“ sind Songs, die jeder Renaissance-Fan in seiner Sammlung haben müsste, ohne es wahrscheinlich zu ahnen. Aber das ist noch nicht alles, was sich lohnt: „Cold flame“ vom ersten Album ist ein überraschend rockiger Song mit hypnotisierender Melodie, der sich im Gitarrensound um etwas Oldfield-Stil bemüht (und diesen zum Glück nicht erreicht) – das ist ein Beispiel für gesuchten Klonprog, der sich unerwartet einen anderen Weg sucht. Auch „Gutter Geese“ ist meisterhaft: Der Rahmen eines typischen Folkrock-Songs schließt einen Mittelteil ein, in dem sich Ian Anderson an der Flöte und seine Kumpane am Rest des Tull-Sounds austoben dürfen – kein Zufall: Ian Anderson und Clive Bunker haben das Album produziert.
Der Rest dieser zwei Alben sind einfacher gestrickte Folksongs und ab und zu sogar eine kleine halb-jazzige Big-Band-Nummer. Nach diesem Einstieg als Solokünstlerin nahm Maddy Prior eine Reihe von Collaboration-Alben mit anderen Musikern der Folkszene auf, die vom Prog-Standpunkt her kaum interessant sind; in jüngerer Zeit seit den 90er Jahren bringt sie wieder Soloalben heraus, die z.T. wieder leichte Prog-Elemente aufweisen, was vielleicht an der mittlerweile regelmäßigen Mitwirkung von Troy Donockley („Iona“; „Mostly Autumn“) liegt.

In gewissem Sinne eine Kollegin Maddy Priors entdecken wir in der Gestalt von

Sally Oldfield

• Water bearer (1978)
• Celebration (1980)
• Strange day in Berlin (1983)

Sally Oldfield hatte zwei Probleme: Einerseits galt sie vom ersten Album an als „kleine Schwester“ ihres berühmten Bruders Mike (obwohl sie älter ist als er) und außerdem hing ihr sofort das Etikett der „Märchenfee“ an; daran war sie selbst nicht unschuldig, strahlte doch ihre Musik eine mädchenhafte Unbekümmertheit und unbeschreiblich schwärmerische Eskapisten-Weltfremdheit aus (zum Vergleich: In derselben Zeit versuchten die Medien, sogar Kate Bush als „Märchenfee“ abzuklassifizieren, aber diese schaffte es nach einer Weile, sich davon loszureißen).
Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Sally Oldfields Musik kaum ernst genommen wurde und ihre Songs sich für Progfans eher nach Kinderliedern zum Mitsingen anhörten, was wiederum das genaue Anhören ihrer Alben schwierig machte – weil es zu einfach war.
Dabei zeigte Sally Oldfield in den Jahren von 1977 bis 1981 – als ihre Alben auf dem Bronze-Label erschienen – durchaus eine Nähe zum Prog und versuchte sich gelegentlich an erweiterten Strukturen. Ihr Debütalbum „Water Bearer“ enthält mit „Songs of the Quendi“ und den Song-Paaren „Weaver/Night of the hunter’s moon“ und „Song of the bow/Fire and honey“ zwar keine Longtracks (obwohl die „Songs of the Quendi“ auf sechzehn Minuten kommen), wohl aber sorgfältig komponierte Suiten, bei denen die einzelnen Song-Inseln im Kern naiv sein mögen, aber die Überleitungen vom jeweils einem zum anderen sind echte Aufhorcher und stehen den Kompositionstricks des klassischen Progs dieser Zeit in nichts nach. Außerdem betätigte sich Sally Oldfield anfangs noch als Multiinstrumentalistin, was ihrem Debütalbum einen einzigartigen individuellen Zauber gab – insofern könnte man sagen, dass zu ihr das Etikett „Märchenfee“ in einem positiven Sinne tatsächlich passte.
Weitere Prog-Elemente finden sich bei ihr noch auf ihrem dritten Album „Celebration“, das den hypnotisierenden Marimba-Hit „Mandala“ enthielt; dort wurde die seinerzeit zweite LP-Seite mit dem achtminütigen „Blue water“ eingeleitet, das nach meditativ-filigraner Einleitung einen Percussion-betonten Wirbelwind (mit Frank Ricotti) zirkulieren lässt, den Sally Oldfield sicher kaum noch jemand zugetraut hätte. Ihr letztes Album bei diesem Label – „Strange day in Berlin“ – sorgte noch einmal für kleine Überraschungen in Form des ungewohnt düsteren „Path with a heart“, das in der Instrumentierung fast Peter-Gabriel-Stimmung erreichte, und dem orchestralen Titeltrack, einem melancholischen Kleinepos, das sicher manchem Progfan gefallen hätte – hätte er von diesem Album noch Notiz genommen.
Nach dem Labelwechsel von Bronze zu Columbia/CBS wurde Sally Oldfields Musik zunehmen uninteressanter und verlor sich reiner Schlager-Seligkeit; in den letzten Jahren meldete sie sich in längeren Zeitabständen gelegentlich mit Alben zurück, die z.T. Neuaufnahmen ihrer alten Songs enthielten und sich ansonsten in Richtung New Age orientierten.

Das Thema „Progambitionen bei Leuten, die eigentlich als Schlagersänger gelten“ lässt an

Chris De Burgh
• Crusader (1979)

denken. Dieses Album steht gehörig unter dem Einfluss des Sounds von Alan Parsons; es wurde von Andrew Powell produziert und von der ganzen damaligen Parsons-Band eingespielt; der einzige, der nicht dabei war, war Alan Parsons selbst. Nun enthält auch dieses Album einige der typischen Schmusesongs des irischen Barden, aber die orchestralen Band-Arrangements der Parsons-Truppe schaffen es, einige Tracks aufzuproggen, so vor allem „Just in time“, „The devil’s eye“ und den Titeltrack am Schluss: auch hier überraschen spannungsvolle Rhythmuswechsel und verschieden konstruierte Songteile.
Im weiteren Verlauf seiner Karriere kehrte De Burgh noch einige Male in die Nähe des Prog zurück, zum Beispiel in seinem orchestralen Kleinepos „Spanish train“ und später auf den beiden von Rupert Hine produzierten Alben „The Getaway“ und „Man on the line“.

Ähnlich gestrickt ist auch

John Miles
• Rebel (1976)

John Miles war mehrfach Sänger auf Alben von Alan Parsons, der denn auch dessen Album „Rebel“ produzierte. Das ganze Album ist zwar fast völliger Non-Prog – bis auf wenige und dafür umso einschlägigere Beispiele: den Song „Music“, der so klingt, dass man sich beim ersten Hören sofort fragt, welchem Parsons-Album der wohl entsprungen sein mag. Und trotz seiner Länge (fast sechs Minuten) und seines abwechslungsreichen Aufbaus wird er bis heute regelmäßig im Radio gespielt. Zwei andere proggig-gelungene Songs des Albums sind das siebenminütige „You have it all“ mit hymnischen Erhebungen und einer völlig unerwarteten Ethno-Percussion-Einlage und kurz vor Schluss das ebenso lange „Pull the damn thing down“ mit einem furiosen Gitarrensolo.

Und noch so ein Barde dieser Zeit:

Cat Stevens
• Numbers (1976)

Kurz bevor Cat Stevens’ damalige Karriere – vor seiner Bekehrung zum Islam – endete, schwebten ihm anspruchsvolle Songstrukturen vor, die er zum ersten Mal auf dem Album „Buddha and the chocolate Box“ (1974) behutsam vorführte. „Numbers“ ging demgegenüber noch einen großen Schritt weiter und präsentiert sich als Fantasy-Konzeptalbum – ganz wie es dem Prog-Stil der Zeit entsprach. Zwar enthält das Album nur Shorttracks, die sich aber durch unberechenbare Melodieführungen und spannungsreiche Strukturen auszeichnen. Besser als hier kann man es nicht vorführen, wie viel trickreich strukturierte Musik in ein Gerüst von drei Minuten passt.

Nun ein Mann, den wir Proggies alle kennen (wenn auch nicht unbedingt lieben):

Phil Collins
• Face Value (1981)

Als der Genesis-Sänger Phil Collins den Verdacht schöpfte, er könnte solo mehr Erfolg haben als mit Genesis, brachte er dieses Album heraus – kurz nach der Zeit, als Banks und Rutherford auch zum ersten Mal mit eigenen Alben aufwarteten. Am Ende der Vinyl-Epoche erschienen hatte „Face Value“ zwei LP-Seiten, von denen wir die zweite getrost unbeachtet lassen können. Aber die erste enthält den ersten Collins-Hit „In the air tonight“, der nicht nur das Songwriting-Schema für den späteren Genesis-Hit „Mama“ vorgab, sondern auch zeigte, wie sich mit viel Schummer-Atmosphäre und geschicktem Drum-Einsatz ein gehaltvoller Erfolgssong schreiben lässt. Interessanter für Progfans ist aber der heimliche Longtrack des Albums, bestehend aus den ineinander übergehenden Einzelsongs „The roof is leaking“, „Droned“ und „Hand in hand“: hier liegt durchaus ein kleines Juwel am Rande des Prog vor, das allein geeignet war, Collins noch ein gewisses Prog-Vertrauen vorzuschießen, zumal er damit an seinen Instrumentaltrack „…and so to F“ vom Brand X-Album „Product“ stilistisch anknüpfte.
Im weiteren Verlauf von Collins’ Karriere gab es so etwas nur noch selten, aber proggige Höhenflüge kamen noch ab und zu vor, so mit „We fly so close“ (Both Sides), „Colours“ (…But seriously) und dem Drum-intensiven „Lorenzo“ (Dance into the light) – alles längere Songs, die sich über das bekannte Maß der Collins-Hits erheben.

Und noch so ein Frontmann:

Sting
• Nothing like the sun (1987)
• The Soul Cages (1991)

Police haben gitarrenorientierten New Wave gemacht; Sting hat seiner Natur nach immer eine leichte Neigung zum Jazz gehabt und den Prog durch seine Zusammenarbeit mit dem deutschen Elektroniker Eberhard Schoener kennen gelernt. Das wirkte nach: Als er seine Solokarriere begann, hätte sich gegenüber Police nichts ändern müssen – er schrieb dort die Songs, er tat es weiterhin. Aber schon sein Debüt „Dream of the blue turtles“ (1985) erfrischte durch Abwechslungsreichtum; auch das ausführliche Nachfolgealbum „Nothing like the sun“ (1987) war sorgfältig verschnörkelt: selbst der Hit „Englishman in New York“ zeigte in seiner vollständigen Version leicht proggige Elemente, vor allem im Schlagzeug- und Rhythmuseinsatz, und in besonderem Maße überraschte das gekonnt ziselierte siebenminütige „They dance alone“ mit seinem Nachfolgesong der Tracklist „Fragile“ – es gibt wohl kaum ein Progalbum, in dessen Mittelteil man das nicht irgendwo unbemerkt untermischen könnte.
Aber an einer strukturellen Großform versuchte er sich erst 1991 mit „The Soul Cages“; schon die erste der damaligen zwei LP-Seiten gab sich verspielt und mit leichter Ethno-Neigung überraschend wie noch nie, vor allem in den Songs „Mad about you“ und „Jeremiah Blues“. Die zweite Seite versucht dann, zum großen Schlag auszuholen – was ihr jedoch nicht recht gelingen will: mit dem Akustikgitarren-/Bass-Solo „Saint Agnes and the burning train“ leitet sich zunächst sehr geschickt und ansprechend ein Songzyklus ein, der sich thematisch an den Opener „Island of souls“ anlehnt. Wenn man es so hören will, könnte man diese ganze LP-Seite auch als Longtrack auffassen – es fehlen nur die Übergänge zwischen den Songs, und außerdem fehlt vor allem die Spannung, obwohl Sting sich daran versucht – sein wiederholter Refrain „These are The Soul Cages“ versucht die Atmosphäre aufzupeitschen, aber es wird nichts: zu flachbrüstig ist leider die Basis des Songwritings.
Trotzdem – ein Prog-Versuch ist es allemal. Allerdings verwundert es auch nicht, dass Sting auf seinen folgenden Alben dieser Richtung wieder abgeschworen hat.

Da wir uns gerade auf Wave-Gelände befinden, hier mal ein Klassiker des Genres:

U2
• The unforgettable fire (1984)

Was hat dieses Album mit Prog zu tun? Nun, an sich nichts, hätte ihm nicht ein bedeutendes Genie den Stempel aufgedrückt, nämlich Brian Eno, der es produziert und mit ein wenig Elektronik angereichert hat, was bei U2 zu der Zeit neu war. Die schmetternden „Edge“-Gitarren hatte Eno ja bereits zehn Jahre zuvor auf seinem eigenen Album „Taking Tiger Mountain“ vorgeführt, so dass von dort ein direkter Weg zu U2 führte. Nun kam aber noch der Reiz hinzu, der in den ruhigen Passagen lag – für diese Band und ihr bisheriges Garagen-Flair fast undenkbar. Aber tatsächlich liegt für Proggies der Reiz des Albums in so kurzen Instrumentalpassagen wie „4th of July“, einem subversiv-minimalistischen Track, der ebenso gut auf Eno’s „Another green world“ gepasst hätte. Man findet dergleichen noch mehr bei U2 – allerdings nur auf diesem Album. Deshalb verweilen wir nicht länger bei dieser Band, sondern wechseln zu einer dunkleren Vision des Wave:

Deine Lakaien
• Deine Lakaien (1986)

Dieses Album wurde fünf Jahre später, als das Duo Ernst Horn/Alexander Veljanov bekannt geworden war, wieder herausgebracht und ist bis heute das vielleicht beste der beiden geblieben. Dass es proggige Züge trägt, ist vor allem der Experimentierlust von Ernst Horn zu verdanken: vor allem Songs wie „Nobody's wounded“ und „The mirror men“ dürften Progfans überzeugen – der erstgenannte seiner minimalistischen Vertracktheit wegen, der zweite aufgrund seiner verstörenden Geräusch-Materialschlacht; schwere Orgel steht hier dicht neben surrealistischen Klängen, deren Herkunft – wie oft bei Ernst Horn – kaum leicht zu ermitteln ist. Auch zeigt dieses Album bereits das Nebeneinander kalter Elektronik und hypnotischer Melodien, das zum Markenzeichen der „Lakaien“ wurde. Neun Jahre später brachte das Duo seinen Experimentierreichtum noch einmal unplugged auf die Bühne – Ernst Horn sozusagen auf dem „Hammerklavier“ (er traktierte die Pianosaiten z.T. tatsächlich mit einem Hammer). Ansonsten ist die Musik der „Lakaien“ eher eine Art Depeche Mode für Grufties.

Und wenn wir schon über Gruftiges reden, darf eine Band nicht vergessen werden:

Fields Of The Nephilim
• The Nephilim (1988)
• Elizium (1990)

Die Männer mit den langen Mänteln und den Cowboyhüten hatten Mitte der 80er Jahre angefangen, die atomverseuchte Apokalypse musikalisch heraufzubeschwören – zunächst in kurzen, gruftigen Songs, mit denen sie – etwa zeitgleich wie die Sisters Of Mercy – den Dark Wave ins finstere Leben riefen. Mit Prog hatte das nichts zu tun, weder auf ihren ersten EPs noch auf dem ersten richtigen Album „Dawnrazor“. Aber schon auf dem zweiten Album „The Nephilim“ wurden die Tracks länger und die Stimmungen komplexer, vor allem zum Ende des Albums: „Celebrate“ klingt wie ein beklemmender Song von Peter Hammill, er wird nur in tieferer Stimmlage gesungen. Die Schlusstracks „Love under will“ und besonders das fast zehnminütige „Last Exit fort he Lost“ zeigen deutliche Ansätze proggiger Aufbau-Strukturen mit ungeahnten Spannungsbögen. Hier erreichte die Band – freilich in der Dark-Wave-Version – fast eine Stimmung, die an ganz frühe Marillion erinnerte.
Das Nachfolgealbum „Elizium“ weitete diese strukturelle Expansion sogar noch etwas aus, begab sich noch tiefer in die Abgründe, die der Bandsound möglich machte, allerdings um den Preis, dass die Songs zu langatmig gerieten und die wabernde Atmosphäre etwas zu gesucht erschien. Immerhin hält sich das Gerücht, in dieses Album habe anonym David Gilmour ein paar Gitarrenlinien einfließen lassen.
Übrigens fand die Band (deren eigene Karriere seit Anfang der 90er nicht mehr kontinuierlich verlief) zahlreiche Nachfolger, auch in Deutschland. „Love Like Blood“, eine dieser Kielwasser-Bands, veröffentlichte 1993 mit „Odyssey“ sogar ein Album, das eine Coverversion von King Crimson’s „Epitaph“ enthielt.

Bei Gothic aus deutschen Landen führt kaum ein Weg vorbei an

Lacrimosa
• Stille (1997)

Ob kreischende Fans oder hämische Ablehner – Tilo Wolff, Mastermind von Lacrimosa, hat sie alle gehabt, fast so wie Tokio Hotel. Seit 1991 bringt er Alben heraus, zunächst introvertiert-gruftige Ein-Mann-Produktionen, die sparsam klangen, dafür umso intensiver in der Aussage waren. 1993 stieg Sängerin und Keyboarderin Anne Nurmi mit ein, die aber kaum Wesentliches zur Musik beisteuerte. Seit 1995 wurde der Aufwand der Alben größer: auf „Inferno“ präsentierte Wolff zum ersten Mal ein Orchester, auf „Stille“ kam noch ein Chor hinzu. Mit diesem Album war denn auch der Höhepunkt in Wolffs Schaffen erreicht: die Musik des über 70minütigen Werks spart mit nichts, nicht mit Intensität in den Gefühlsäußerungen, nicht mit Arrangement-Aufwand, nicht mit Stilmitteln aus Wave-Gothic, aus Metal, aus Klassiszismen, aus Chorälen, aus historischer Jahrmarktsmusik, sogar Folk-Elemente sind zu finden, und alles gipfelt in dem viertelstündigen Longtrack „Die Strasse der Zeit“, der allein symphonischen Prog in Reinform präsentiert und Progfans gefallen müsste – wenn sie die stark emotionalen Texte ertragen und Wolffs Hardcore-Outing als hyper-sensibler Rebell: Dem einen ist das kompromissloseste Ehrlichkeit des Menschseins, dem anderen spätpubertäres Weltschmerz-Gesülze, aber kalt lassen kann all das kaum jemanden.
Im Kielwasser der „Stille“ brachte Tilo Wolff noch eine ganze Reihe Alben heraus, die sich am Niveau dieses Albums messen wollten, und er sparte auch nicht mehr mit Chor und Orchester; im Gegenteil – seine Alben „Elodia“, „Echos“ und „Lichtgestalt“ enthalten neben schmissigen Hits ausgedehnte Choral- und Orchestralkompositionen, aber das Feeling von „Stille“ wurde nicht mehr erreicht; heute klingt Lacrimosa, als hätte Tilo Wolff einen Klon seiner selbst geschaffen, der die hehren Ziele von einst nun technokratisch poliert an die Fans bringt.


In den 90ern wurden Elemente des Dark Wave allmählich gesellschafts- und erfolgsfähig. Das zeigte sich im Falle von

Heroes Del Silencio
• El espiritu del vino (1993)

Witzig an dieser spanischen Erfolgsband ist, dass ihre recht kurze Karriere Ende der 80er mit New Wave begann und Mitte der 90er mit AOR fast im Stil von Bon Jovi endete. 1990 hatte sie mit „Entre dos Tierras“ ihren größten Hit, was natürlich inspirierend wirkte und 1993 eine musikalische Großtat nach sich ziehen musste, die mit „El espiritu del vino“ geliefert wurde. Das über siebzig Minuten lange Album ist spannend und ungemein unterhaltsam; in seinem Mittelteil enthält es zwischen den Tracks 7-13 allerhand proggige Einfälle, die mit dem fast an den Stil von Steve Howe erinnernden Gitarrenstück „Z“ eingeleitet werden. Darauf folgt eine wahre Tour de Force aus Rhythmuswechseln, Gitarrenkapriolen und musikalischem Slapstick, die man sich beim Durchhören gut auch als zusammenhängenden Longtrack vorstellen könnte, wenn es geschicktere Schnittstellen gäbe: Prog, der beinahe welcher geworden wäre…

Im wavigen Bereich darf natürlich Rupert Hine nicht unerwähnt bleiben; er wurde zwar auf den BBS längst gewürdigt, aber es gibt von ihm noch:

Thinkman
• The Formula (1986)
• Life is a full time Occupation (1988)
• Hard Hat Zone (1990)

Als Videoclips in der Popmusik ihren Boom erlebten, kam Rupert Hine eine Idee: er hatte oft gesehen, dass die Musiker in diesen Clips wenig schauspielerisches Talent hatten und plante nun das Gegenteil: Clips mit echten Schauspielern, aber die Musiker blieben unsichtbar. Aus dieser Idee wurde das Projekt Thinkman geboren. Hinter den poppig-bunt-schrillen Clips zu den Songs steckte musikalisch natürlich Hine selbst: nachdem er 1983 mit „The wildest wish to fly“ seine zweite Solo-Karriere abgeschlossen hatte, steckte er drei Jahre später wieder voller frischer Ideen, die auch auf weiteren Soloalben im bisherigen Stil Platz gehabt hätten; sie fielen nur etwas schlichter aus, waren kein Prog, eher Art-Pop, aber mit der Betonung auf „Pop“. Das erste Album dieses Projekts – The Formula – war noch so munter und spritzig, dass es süchtig machen konnte; sein Nachfolger schwamm auf der gleichen Welle weiter, zeigte aber schon erste Abnutzungserscheinungen (was freilich bei Rupert Hines Ideenreichtum noch keine Katastrophe war). Das Thinkman-Unternehmen endete 1990 in der „Hard Hat Zone“ – das Album war zwar mit seinen traurigen Öko-Texten recht engagiert und ließ seinen „November Whale“ in epischer Breite schwimmen, aber gerade diese Breite enthielt auch eine unüberhörbare Langatmigkeit. Da Rupert Hine immer ein untrügliches Gespür dafür hatte, wann eine Idee ausgereizt war, beendete er das Projekt. Für Fans seiner Alben von 1981-1983 sind die Thinkman-Alben jedoch unverzichtbar.

Und noch zum Abschluss der Wave-Untersuchungen:

Tears For Fears
• The Seeds of Love (1989)

Dies ist eine Erfolgsband des New Wave, ein Kind der 80er Jahre, die ganz folgerichtig gegen Ende des Jahrzehnts ihre Songstrukturen ausweitete: Neben typischen und erfolgreichen Hits bietet dieses Album mit dem achtminütigen „Badman’s Song“ eine Übung im Jazz-Prog-Stil; dieser Song befand sich noch auf der ersten LP-Seite, während die zweite Seite ganz im Zeichen anspruchsvoller Ideen stand: „Standing on the corner of the third world“ führt stimmungsvolle Ethno-Elemente vor, aber vor allem die zwei letzten Tracks „Year of the knife“ und „Famous last words“, die ineinander übergehen und zusammen auf fast zwölf Minuten kommen, gehören mit Geräusch-Effekten, rhythmischem Drive (die Drums wurden z.T. von Nick D’ Virgilio gespielt), dramatischen Unterbrechungen und einer grandiosen Abschluss-Coda zum Beeindruckendsten, was die Wave-Bewegung hervorgebracht hat.

Nun noch zwei Sonderlinge:

Van Morrison
• Common One (1980)

Der große irische Bluesmann hat in den diversen Perioden seines Schaffens fast jede Variante des Blues gespielt, die ihm in den Sinn kam. „Common One“ mit 55 Minuten Spielzeit und nur sechs Tracks gilt Fans entweder als Langweiler oder als größtes Meisterwerk des Künstlers; die Kritik spaltete sich schon kurz nach Erscheinen des Albums in diese zwei Lager. Dabei hatte sich Morrison schon zuvor in größeren Formen versucht: auch in früheren Alben der 70er (z.B. „St. Dominic’s Preview“ 1972 und „Hard Nose the Highway“ 1973) waren zehnminütige Longsongs mit ausgewalzten Bluesmustern zu finden, aber „Common One“ trieb diese Tendenz auf die Spitze. Das einleitende siebenminütige „Haunts of ancient peace“ gibt mit zarten, aber ausgefeilten Arrangements, die man fast als New Age ohne viel Elektronik bezeichnen könnte, die Richtung vor, sofort ergänzt durch „Summertime in England“, einer viertelstündigen variationsreichen Blues-Spielerei mit lockerer erster und bombastisch-getragener zweiter Hälfte: Das ist reinster Blues-Prog, wie er sonst kaum irgendwo vorkommt. Das abschließende, ebenfalls 15minütige „When heart is open“ erfordert vom Hörer sehr viel meditative Geduld, da es nicht recht auf den Punkt kommt – und das wohl auch nicht wirklich will; hier lässt Morrison die Atmosphäre dieses Ausnahmealbums in der Schwebe verharren, weil sich diese Vision kaum im herkömmlichen Sinne „abschließen“ lässt. Wer heute am Backkatalog Morrisons interessiert ist und sich die damaligen Alben nachkauft, dürfte aus dem Staunen kaum herauskommen, wenn er sich neben „Common One“ die vorausgegangenen und nachfolgenden Alben im Vergleich anhört – mag dieses Staunen nun begeisterter oder ablehnender Natur sein…

Und schließlich

Bruce Cockburn
• The Charity of Night (1996)

Bruce Cockburn ist ein Globetrotter aus Kanada, der seit Jahrzehnten die Welt bereist und unterwegs seine Songs schreibt; manchmal wies er im Booklet sogar aus, in welchem Hotelzimmer welcher Song entstanden war. Schon früh setzte er bei seinen Aufnahmen den Chapman Stick ein, was seinen Songs einen besonderen Klangzauber verlieh und sie über das erhob, was man als Liedermacher-Stil gewöhnt ist. Auf dem hier genannten Album bestimmt der Bass so überdeutlich das Klangbild, dass man schwören könnte, Tony Levin zu hören – Einflüsse von Weltmusik tun ihr Übriges, gemixt mit Jazzelementen, Blues, Vibraphon-Gehüpfe, sogar Country – was immer nötig ist, um ein Maximum an Atmosphäre zu zaubern. Besonders raffiniert schafft es Cockburn hier, seine an sich eingängigen Melodien durch filigrane Arrangements „aufzuproggen“ – was sich auch in der überdurchschnittlichen Länge der Tracks bemerkbar macht. Kleinepen und vergleichbare Meisterwerke finden sich auf fast allen seiner Alben, aber nirgendwo in solcher Konzentration wie hier.

Beenden wir die Weltreise mit einem Beispiel aus deutschen Landen:

Frumpy
• By the Way (1973)

Dies war eine Band aus der seligen Krautrock-Zeit, die ja immer ein Bein im Prog hatte, und Frumpy war – vor Atlantis – die erste Band um Sängerin Inga Rumpf, die solo auch heute noch aktiv ist. Schon von Anfang an spielten Frumpy „Longtracks“ ein, die zumeist eher durch Improvisationen so lang wurden – sehr eindrucksvoll schon 1972 auf „Frumpy Live“ dargeboten, wo eine Improvisation unvermittelt, aber gelungen in eine Bach-Komposition übergeht. Richtiger Prog mag das noch nicht gewesen sein, aber ein überzeugender Mix aus Jam und Classic Rock.
Dass nun gerade „By the Way“ proggig sein soll, dagegen spricht schon fast, dass es so witzig und unterhaltsam rüberkommt – trotz gesellschaftskritischer und nachdenklicher Texte. Aber dies ist ein Album, das viele der Songs in ihrer Kern-Version vorführt, die schon vorher Live gespielt worden sind – erst jetzt hört man deutlich die musikalische Substanz, die übrig bleibt, wenn man die Jam-Erweiterungen subtrahiert. Und diese Substanz ist erheblich – mit ungeahnten Hardrock-Rhythmuswechseln in „I’m afraid big moon“, floydiger Schwebe-Atmosphäre im Titeltrack, der aber auch noch ein mitreißendes Orgel-Riff zur Rahmenbildung einsetzt, Gänsehaut-Spannungsbogen in „Singing Songs“ und geschickter Zweiteilung des Songs „Release“. Da lässt sich auch mal ein Durchschnitts-Schlicht-Rocker wie der Opener „Going to the Country“ verzeihen – den sollte man dennoch lieber nicht beim ersten Test anspielen…

Soweit mein kleiner Streifzug durch die Welt des unerwarteten Prog – der zwar real vorhanden ist, den aber nicht jede Prog-Adresse als solchen akzeptieren würde. Und wenn schon – Prog ist lebendig, sei es nun in gigantischen Konzepten oder in winzigen Elementen, es zählt die Idee…

…But there is in fact more Earth than Sea…


The Madhatter

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Proglady
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23.10.2008 06:21
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Ich habe diesen Beitrag schon mal gelesen, nur wo?




Viele Grüße, Proglady

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Jamina
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23.10.2008 06:48
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Zitat von Proglady
Ich habe diesen Beitrag schon mal gelesen, nur wo?


Nicht den kompletten Beitrag, sondern einen Auszug, den ich euch in der Mod-Area gepostet hatte


________

LG, Jamina
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Jogi
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23.10.2008 17:09
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Tolle Abhandlung. Astrein




Gruß Jogi

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ich_bin_besser
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23.10.2008 17:31
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten
Jep, echt klasse! Ich hab mir mal die Heroes Del Silencio auf den Wunschzettel geschrieben.

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jerrycornelius
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23.10.2008 19:08
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

yep, ich denke auch, dass das eine Veröffentlichung wert war!

Proglady
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23.10.2008 19:11
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Zitat von jerrycornelius
yep, ich denke auch, dass das eine Veröffentlichung wert war!


Ja, das war es auf jeden Fall!




Viele Grüße, Proglady

http://www.myspace.com/proglady
Madhatter
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Beiträge: 61


23.10.2008 22:19
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Danke für die anerkennenden Statements! Ich als Autor des Textes sehe den Beitrag eher skeptisch, weil die Auswahl der Alben so völlig subjektiv ist (ich habe einfach aus dem Fundus gegriffen, den ich zufällig kannte). Interessant wäre mal, wenn jemand meine Liste erweitern könnte, weil er vielleicht denkt: 'DAS Album gehört aber unbedingt mit hinein!' Das würde mich dann sehr interessieren, weil ich was lernen könnte...


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jerrycornelius
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23.10.2008 23:09
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Zitat von Madhatter
Danke für die anerkennenden Statements! Ich als Autor des Textes sehe den Beitrag eher skeptisch, weil die Auswahl der Alben so völlig subjektiv ist (ich habe einfach aus dem Fundus gegriffen, den ich zufällig kannte). Interessant wäre mal, wenn jemand meine Liste erweitern könnte, weil er vielleicht denkt: 'DAS Album gehört aber unbedingt mit hinein!' Das würde mich dann sehr interessieren, weil ich was lernen könnte...


DAS ist natürlich ein guter Vorschlag... mach ich mir mal Gedanken drüber. Wobei... natürlich ist deine Auswahl subjektiv. Aber sicher nicht schlecht. Eine abschließende Liste wirst du nie zusammenstellen können. Aber deine Liste gibt einige Anregungen und eben auch die, darüber nachzudenken, wo noch Prog zu finden ist, wo ihn keiner vermutet...

jerrycornelius
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23.10.2008 23:12
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten
da fällt mir doch sofort - in Anlehnung an deine Liste - nochmal Cat Stevens ein. Der hat auf dem Album Foreigner den Song Foreigner Suite, der immerhin eine ganze LP - Seite umfasst! Wenn das kein Prog ist...

Und wie ist es - aus dem gleichen Jahr - mit Led Zeppelins Album Houses of the Holy?

Überhaupt 1973... das war die Hoch- und fast schon Abschlussphase des klassischen Prog. Analog zu 1967 (Psychedelic): war da nicht (fast) überall ein bisschen Prog mit drin?
BumTac
Groove Fabrik
Project: Patchwork


Beiträge: 585


24.10.2008 00:24
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Dann möchte ich an dieser Stelle mal meinen proggigsten Non_Prog Favoriten küren:

Crime Of The Century - Supertramp (1974)
Diese Scheibe habe im Verlauf meines Lebens gefühlte 50000x gehört und entdecke immer noch neue kleine Details, was sie nachwievor spannend macht, selbst wenn ich alle Stücke quasi mitsingen kann und jede gespielte Note meine, zu kennen.
Der Ideenpool ist schier unerschöpflich, ob das furiose Klaviersolo in "School", der jazzrockige Unterton in "Bloody Well Right", das an Dramatik kaum zu überbietende "Asylum", selbst die poppigste Nummer "Dreamer" läuft weit entfernt von gängigen Pop-Schemen, die Übernummer "Rudy" mit Ihren Bahnhofsgeräuschen und natürlich der Titeltrack zum Schluß, dessen verstörend intensive, sich stetig steigernde Melodieführung im Abschluß mich immer wieder fasziniert.
Dazu der Kontrast zwischen der rauhen und kratzigen Stimme (Davies) und der hohen und cleanen (Hodgson), die Sax Einlagen von Helliwell und das stilistisch eigenwillige, aber prägnante Drumming von Bob C. Benberg... hach, ich komme schon beim Beschreiben ins Schwärmen!

Für mich beinhaltet diese Platte mehr Prog als ein Großteil der "offiziellen" Progger von heute, toll klingen tut sie sowieso. Die Tatsache, daß Supertramp in Ihrer Diskographie viele unterscheidliche Stile aufzuweisen haben, auch die eher poplastigen, tut meiner Begeisterung keinen Abbruch, selbst diese sind bis heute eine musikalische Offenbarung!


Project: Patchwork: 8 Jahre, 40 Musiker, ein Kindheitstraum ==> Tales From A Hidden Dream!

Madhatter
Keep on rockin`

Beiträge: 61


24.10.2008 17:05
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Da habt Ihr mich ja wirklich zum Andenken nachgeregt ! Ich muss zugeben, dass ich Cat Stevens' "Foreigner" nie gehört habe - ehrlich gesagt, wusste ich nicht einmal, dass da ein Longtrack drauf ist! Aber zu Cat Stevens fällt mir ein anderes Album ein, nämlich "Numbers": Das hat zwar nur Shorttracks, aber den Ansatz eines Inhalts-Konzepts, außerdem einen Spannungsaufbau in der Reihenfolge der Songs, und die meisten Songs enthalten überraschende Wendungen, z.T. bieten sie richtige Aha-Erlebnisse zwischen Strophen & Refrains.
Zu Supertramp "Crime of the century": Ich kann Dir nur zustimmen, auf das Album passt eindeutig die Beschreibung! Ich hätte es auch mit reingenommen, aber mein Text war usprünglich als Feature für die Babyblauen Seiten gedacht und sollte die Musik erwähnen, die auf den BBS wegen zu geringer Prog-Relevanz nicht rezensiert wird. Supertramp ist aber offiziell auf den BBS vertreten, da hätten die nicht auch noch in meinen Text gepasst.


The Madhatter

There is in fact more Earth than Sea!
toni
The boss

Beiträge: 1.327


25.10.2008 08:58
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

hallöchen,

zuerst mal ein kompliment an madhatter toll und interessant.
ich denke man findet überall ein paar spuren von prog
und mögen sie noch so klein sein.
das ist natürlich auch eine ansichtssache was man alles unter prog
versteht ,klar gibt es einige definationen darüber .
ansonst ist es mir gleich aus welcher ecke die musik kommt,
sie muss mich einfach berühren und in ihren bann ziehen.
klar ,ist es dann halt meistens schon proggetränkt.

gruss toni

DonFrissko
Let`s rock

Beiträge: 16

15.06.2011 13:51
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Vielen Dank für diesen aufklärenden Beitrag!

Man stappft in seinem Leben meistens nur so umher, sich an der einen, oder anderen Sache erfreuend, und nur manchmal (wenn man so interessante Informationen wie von Madhatter bekommt) wird man sich ein Stückchen klarer, worüber man sich eigentlich freut und warum.

Deswegen vielen Dank!

hero
Rising sun

Beiträge: 428

25.10.2011 15:12
RE: Prog, wo ihn fast keiner erwartet antworten

Sehr erhellend, dieser Thread(?), danke für die Arbeit dahinter. Ergänzen möchte ich mit folgender Einlassung:
man kann immer wieder , was die Ursprünge des Prog bzw. Wurzeln dessen betreffend, lesen, dass Beatles' "Sgt. Pepper...", Zappa's Mothers und Beach Boys' "Petsounds" mit zu den Steigbügelhaltern des Progrock zählen. Diese Tage ist mir eine CD-Auflage einer Animals-LP aus dem Jahre 1968 wiederbegegnet. Die LP habe ich Anfangs der 70er
ständig auf meinem Plattenspieler malträtiert, sodass sie heute fast unhörbar ist.
Es handelt sich um die LP: "The Twain shall meet" mit dem Hit "Sky Pilot", DEM Antikriegssong der damaligen Zeit- unter anderen. Da wÄren noch "Monterey" - einer stimmungsvollen Beschreibung des damaligen Festivals, dem geheimnisvollen "Closer to the Truth" - "there is a man,there is a man,there is a man..." etc. - oder das dem Prog am nächsten kommende "We love you Lil" - einer Variation des Evergreens "Lily Marlen". Warum ich gerade diese LP in den Progkontext stellen möchte, fragt sich der eine/ die andere wohl. Nachdem ich das Werk jetzt 3 x mal intensiv gehört habe - nicht die LP,sondern die CD (Repertoire-Ausgabe)- stelle ich ganz subjektiv(!) fest, dass sich durch die ganze Produktion ein Spirit zieht, der in den Progrockproduktionen der folgenden Jahre klarer zu erkennen ist. Ich höre/fühle, dass dieser Spirit eben auch bei Eric Burdon & the Animals kräftig keimt. Deshalb schlage ich vor, dieses Werk in den "Pre-Prog"-Kontext mit aufzunehmen, falls nicht schon irgendwo geschehen.

LG
hero

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