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bluesmaniac
Great Champ

Beiträge: 952


19.04.2006 08:50
Omar & The Howlers-Bamboozled/Live In Germany antworten
Omar And The Howlers - Bamboozled/Live In Germany
Texas-Blues



8/10

2006, Ruf Records

Tracklist:

1. Shake For Me
2. Mississippi Hoo Doo Man
3. Bamboozled
4. East Side Blues
5. Magic Man
6. South Congress Blues
7. Boogie Man
8. Muddy Springs Road
9. That´s Just My Life
10. Snake Oil Doctor
11. Bad Seed
12. Wall Of Pride
13. Hard Times In The Land Of Plenty
14. Monkey Man
15. Rock n' Roll Ball

Spieldauer: 74:00


Hallo zusammen,

Das Intact und Ruf-Team hatte am 20. 0ktober 2005 im Göttinger Musa Großeinsatz. An einem Abend wurden zwei Konzerte aufgenommen. Nach Bernard Allisons Energized, bereits auf Ruf Records erschienen, wird mit „Bamboozled“ Kent ’Omar’ Dykes Live-Auftritt veröffentlicht.

Zusammen mit Barry Bihm (bass) und Jon Hahn (drums), also in klassischer Besetzung, spielt sich das Trio mit Verve und Gefühl durch einen Set in 15 Aufzügen. Der Titel der Live-Performance stammt von einem Song des Albums Boogie Man aus 2004.
Entgegen des Titels erhalten wir natürlich keine Mogelpackung, sondern gradlinigen, ehrlichen Texas-Blues der Güteklasse 1.
Ist „Bamboozled“ als Studio-Version schon eine Nummer für sich, wird er hier besonders durch Barry Buihms Bass aufgewertet. Die straighten Drums runden den Track vom Feinsten ab. Achtung! Euer Player ist nicht defekt, wenn das Ende des Songs eingeläutet wird. Dykes lässt seine Gitarre so klingen, als würde der Laser hängen bleiben.

Neben „Bamboozled“ stehen zwei weitere Songs auf der Setlist des Abends. Und hätte Omars Tribute an John Lee Hooker gefehlt, wäre ich schon ein stückweit sauer gewesen. Auf halbem Weg durch die CD ist es soweit: Dykes erzählt Hookers Geschichte in „Boogie Man“ und es mausert sich zu einem der Spotlights auf der Disc.
„That´s Just My Live“ vervollständigt die Riege der „Boogie Man“-Outtakes. Hier setzt, mit pumpendem Bass unterlegt, Dykes zu einem seiner unwiderstehlichen Soli an und bearbeitet die Saiten seiner Gitarre beeindruckend.

Der Track findet ein abruptes Ende und geht nahtlos in das schleppende „Snake Oil Doctor“ von seinem 2000er „The Screamin´ Cat“-Album über. Im Mittelteil bilden Gitarre und Stimme eine schöne Einheit. Bestens auch der folgende Part, in dem es low-down zugeht.
Im Booklet steht kurz und knapp:
“Omar:guitar, howling”
Nein, das ist wohl etwas übertrieben, stellt Kent Omar Dykes doch unter Beweis, dass er sehr wohl in der Lage ist, seine Songs gesanglich zu interpretieren.

Weit zurück in der Zeitleiste der Dykes-Karriere geht es mit „Shake For Me“, dem Konzert-Opener. Einem Song von seinem Erstling „I Told You So“ (1984).
Mit einem solchen Song bringt man die Fans und Konzertbesucher direkt mal in die richtige Stimmung.
Ebenfalls von diesem Album stammt „East Side River“, einem Slow-Blueser, der verdeutlicht, welche Stärke und Ausstrahlung Dykes hat und er zeigt allen worin sein Blues wurzelt. Hahn und Bihm sorgen mit ihrer Rhythmusarbeit für eine weitere Glanznummer im Set.
Gleich im Anschluss ein weiteres Zitat aus dem Debüt: „Magic Man“ hat, kräftig Takt betont, fast schon Jamming-Charakter mit einigen Versatzstücken, dann wieder zum Thema zurückkommend macht auch so Texas-Blues richtig Spaß.

Jüngeren Datums ist die nächste Ballade auf „Bamboozled“: South Congress Blues hat nicht nur konzentriert zuhörende Besucher im Musa gefunden sondern wird sie auch vor den heimischen Lautsprechern haben.
Wiederholt zeigen Omar & The Howlers, wie mit dem Thema (inkluvise eines kurzen, eruptiven Gefühlsausbruchs) um zu gehen ist.

Einen guten Platz, nach dem Boogie Man, hat der gleichnamige Titelsong vom „Muddy Springs Road“-Album gefunden, das von Ruf Records 2005 re-released wurde.

Wenn Omar & The Howlers „Mississippi Hoo Doo Man“ und „Hard Times In The Land Of Plenty“ anstimmen, geht es nochmals zurück in die Vergangenheit (1987) und es kommt Texas-Blues nach Art des Hauses auf den Tisch. Beide Tracks zeigen, wie kurzweilig das Konzert war.
Wen wundert es, wenn „Magic Man“ stark an Bo Diddley erinnert, stammen beide doch aus der gleichen amerikanischen Stadt.

Den groovy Part des Sets übernimmt u.a. einer der Aushängeschilder von Omar & The Howlers: „Monkey Land“. Bestes Beispiel dafür wie Dykes zwischen Singen und Howlen hin und her pendelt.

Der Schlusspunkt wird mit der Zugabe Rock n’ Roll Ball gesetzt und der Titel ist Programm…

Mit „Bamboozled“ lässt sich die lange Karriere von Kent Omar Dykes genüsslich nachvollziehen und selbst wenn man nicht am 20.10.2005 dabei war, kommt nichts als pure Freude beim Hören der CD auf.




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