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bluesmaniac
Great Champ

Beiträge: 952


01.07.2006 08:24
Stevei Zee-Caballero antworten
Stevie Zee - Caballero

Bluesrock



7/10

2004, Sandcastle Records/Just For Kicks Music

Tracklist:

1. The Sky Is Crying
2. Highway 61
3. Bright Lights Big City
4. Painted Angel
5. Red House
6. T-Bone Shuffle
7. Can You See The Light
8. If You Love Me
9. Stone Cold Valentine
10. Sorry Some Day

Spieldauer: 54:26

Hallo zusammen,

Neun Jahre sind seit dem erfrischenden Album „Wail“ vergangen und Stevie Zee meldet sich mal wieder mit einer CD zurück. Das ganze Ding ist in Spanien aufgenommen worden und Zee hat sich ausschließlich mit top spanischen Begleitmusikern zusammen getan. Der Albumtitel versteht sich von selbst, denn während seiner Zeit in Spanien nannte man ihn dort „Caballero“.

Stevie Zee hat auf zahllose Nachfragen ein Album eingespielt, auf dem er stolz die Wurzeln seines Blues offen legt und seinen musikalischen Vorbildern, die ihn inspiriert haben, huldigt.
Fast alle Blueser sind den Weg der Coversongs gegangen, ob auf Konserven dokumentiert oder in Konzerten gehört. Meiner Meinung nach gehört es sich, die Tradition und die musikalische Geschichte des Blues durch Zitat aus vergangenen Zeiten weiter zu tragen.

„Caballero“ wurde an mehreren Tagen live im Studio eingespielt. Wurde „Wail“ in Trio Besetzung eingespielt, hören wir auf „Caballero“ sowohl fette Hammond-Sounds, Piano und feinste Harmonika. Was Naco Goni ins Mikro zaubert hat eine Qualität der oberen Güteklasse.

So kommt mit „Can You See The Light“, von Jeff Healey geschrieben, auf den Plan. Zees strahlende Wah Wah-Version beeindruckt und Moisés Sanchez am Piano gibt dem Track eine leicht jazzige Komponente. Das kurze Bass-Intermezzo von Paco Benitez peppt den Song weiter auf. Das ist es, was einen Stevie Zee, auch in den anderen Interpretationen, ausmacht. Er verneigt sich vor seinen Vorbildern und gibt ihren Songs eine neue Qualität, die Freude bereitet.

So ist der Opener „The Sky Is Crying“ keineswegs ein Slowblues. Stevie Ray Vaughan hatte ihn zigmal auf seiner Setlist, diesen von Elmore James geschriebenen Song.
Und Zees Strat und Wah Wah Pfeil trifft direkt ins Herz. Bei dieser Ausgabe wird mal automatisch gespannt auf das, was noch folgen wird.

Für „Highway 61“ schultert Stevie Zee die Dobro. Luca Frasca sitzt am Piano und der spanische Bluesharp-Virtuose Naco Goni bietet erste Kostproben seiner Künste. So hören wir quasi eine infizierende akustische Ausgabe à la Zee.
Die Gitarre wird wieder gewechselt und das Bottleneck übergestreift. Es gibt ein auf hohen Touren laufendes „Bright Lights Big City“ aus der Feder von Jimmy Reed und beeindruckt durch ein feines Zusammenspiel des Gitarristen und des Harpers.

Was ist denn jetzt los? Hat man sich gerade so schön an den Klassikern erfreut, kommt es mit „Painted Angel“ zur ersten Eigenkomposition. Mit akustischer Gitarre, vielen Uuuhs und Aaahs von Phil Grijuela (Backing Vocals) passt Painted Angel irgendwie nicht ins Konzept von „Caballero“. Aber Zee versteht es durchaus Songs außerhalb des 12-Takt-Schemas zu schreiben.
Auf „Wail“ gab es schon zwei Instrumentals. „Stone Cold Valentine“ ist der Vertreter auf dieser CD, der Jamming-Charakter hat und Stevie Zee spielt eine richtig dreckige Gitarre. Ihr wisst, was ich meine!

Mit der Slide-Gitarre eröffnet der Gitarrist „Sorry Some Day“, die dritte Eigenkomposition, spielt ein furioses Bottleneck-Solo um dann direkt ein Flinkefinger-Solo folgen zu lassen. Dann folgt wieder die Slide-Gitarre. Zee hat einen überzeugenden Song aus einer Mischung von Boogie und R&R hingelegt, der schon Appetit auf das nächste Album macht.

Ins Unendliche grooved der „T-Bone Shuffle“ und ich bin weiterhin beeindruckt. Da rollen sich meine Fußnägel auf! Luca Frasca hat den Freiraum für ein feinstes Hammond-Solo und die gesamte Band versteht es auch die leisen Töne zu spielen.
Leise Töne: Eine verwegene Interpretation von „Red House“ (Jimi Hendrix). Emotionen pur, an denen Zee uns teilhaben lässt.
„If You Love Me“ verzaubert Zee am Ende des Tracks nicht nur mit einem ausladenden Solo sondern auch mit schönen Freddy King Riffs.

Eine gelungene Mischung aus traditionellen Songs, gepaart mit Eigenkompositionen und nur einem kleinen Aussetzer („Painted Girl“).
Da bleibt nur zu wünschen, dass Zee dort weiter macht, wo er damals mit „Wail“ begann und jetzt mit „Caballero“ ist…




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