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bluesmaniac
Great Champ

Beiträge: 952


26.12.2005 19:45
Ana Popovic, Schwarzer Adler, Rheinberg, 30.10.2005 antworten

Ana Popovic zum 3., nachdem ich sie am 23.3.2002 beim Jimi Hendrix Music Festival im 013 in Tilburg und am 11.5.2003 im „Schwarzen Adler“ in Rheinberg gesehen habe.

Und in eben diesem Bluesclub war es gestern, dem 30.10.2005 wieder soweit. Der „Schwarze Alder“ ist für Ana Popovic von entscheidender Bedeutung, denn dort begann sozusagen ihre Karriere. Bei einem Bernard Allison Konzert jammte sie Backstage mit ihm, ein wenig Slidegitarre und anderes. Bernard Allison war nachhaltig beeindruckt und ebnete den Weg für Ana Popovic.

Das ist Geschichte, genauso wie mein erstes Popovic Konzert im Rahmen des Hendrix Music Festivals. Zum Zeitpunkt des Festivals war ihr CD-Erstling „Hush“ gerade auf dem Markt. Wer will es ihr also verdenken, dass sie neben Hendrix-Songs einige Songs der CD live präsentierte. Neben gestandenen Bluesern wie Walter Trout oder Eelco Gelling (u.a.) war sie das „Nesthäkchen“. Das niederländische Publikum kannte da keine Gnade und forderte lautstark nach Hendrix.

Das Konzert im Mai 2003 stand voll und ganz unter dem Stern der anstehenden CD „Live …“

Nun aber zum gestrigen Konzert im „Schwarzen Adler“. Die Bühne präsentierte sich ohne Keyboards. Folglich die Ana Popovic Band im Trio.

20.30 Uhr, das Saallicht ging aus, der Drummer Denis Palatin nahm Platz und Fabrice Asch hing sich seinen Tieftöner um. Aus einem Lederetui offenbarte Palatin einen MP-3 Player und von Sounds aus der Konserve legten die beiden mit ihrem Intro fulminant los. Asch kündigte „Miss Ana Popovic“ an und unter lautstarkem Beifall betrat sie die Bühne, schnallte sich ihre rote Fender um und ab dafür. Dass die Popovic knappe Tops mag ist ja hinlänglich bekannt, aber dieses Teil schlägt alle Rekorde. Das bekommt frau nicht von der Stange. Visuelles überlasse ich meinen Fotos vom Konzert. Es ist schon so, dass sie alleine schon durch ihr Äußerliches unweigerlich Pluspunkte beim Publikum sammelt, doch durch das was mir tontechnisch zu Ohren gekommen ist, hat sie diesen „Bonus“ nicht nötig und ist zu Recht für einen W.C. Handy Award (der „Oskar“ des Blues) nominiert worden.

Der Vollständigkeit halber sein erwähnt, dass der MP-3 Player nicht mehr zum Einsatz kam.

Ob Rock, Funk oder Jazziges, alles hat seine Wurzeln im Blues und mittlerweile weiß Ana Popovic diese unterschiedlichen Musikrichtungen professionell, immer mit der wichtigen persönlichen Note in ihre Musik zu integrieren.

Das Trio ist eingespielt, ein Blickkontakt der Bandleaderin reicht da und die beiden Herren wissen wo´s langgeht. Mit Denis Palatin und Fabrice Asch hat sie zwei echte Profis zur Seite, die während des Konzertes durch das eine oder andere Solo glänzen konnten.

Die Kombination der Roots mit Funkigem, rockigem und Jazzigem alá Ana Popovic in den wenigen Jahren ihrer Karriere gereift wie ein guter Wein. War das Konzert vor 2 Jahren von der Klasse einer Spätlese ist sie nun bei der Beerenauslese angekommen.

Schon bei „Don´t Bear Down On Me“ zeigte Ana Popovic, wo der mit ihrer Mesa Boogie verstärkten Fender hängt. Glasklarer Gitarrensound mit gut abgemischter Band. „We´re gonna rock this house“ vekündet sie und sollte Recht behalten …

Das folgende, funkige „Comfort To The Soul“ kommt sehr gut und wenn entsprechend Platz gewesen wäre … echt tanzbar.
„Big Town Playboy“ ist ein typischer Popovic Boogie bei dem sie ihre Fingerfertigkeit nicht zum letzten Mal unter Beweis stellt.

Beim Bluesstandard „The Hustle Is On“ von der CD “Hush” gab es wieder ein Gitarrensolo der Extraklasse. Drums und Bass wurden mit ihr ganz langsam immer ruhiger. Schießlich stellten Palatin und Asch ihr Spiel vollständig ein und Ana stand in der Mitte der Bühne und zupfte ein derart beseeltes Solo, Gänsehautmäßig. Sie drehte ihren Volumenregler an ihrer Fender immer mehr gegen 0. Und dann drehte sie das Volumen ganz zurück. Und an dieser Stelle ein großes Lob ans Adler Publikum. Sie honorierte und genoss dieses Solo in absoluter Stille. Kein Geschwätz, selbst nicht in den hinteren Reihen, kein Gläserklimpern, selbst nicht an Theke. Ana hatte uns alle erreicht. Ergreifend.

Neben diesen Momenten des Konzerts bückte sich Ana Popovic häufig um zu ihrem gläsernen Bottleneck zu greifen und ihn sich über den Ringfinger zu stecken. Es gab während der zwei Sets Slidegitarre satt. Auch in diesem Punkt hat sie sich deutlich weiterentwickelt.

Auch ihre Version vom Steely Dan Klassiker „Night By Night“ passt geschmeidig in ihr Liveprogramm. Genauso wie ihre Huldigung an ihre Vorbilder Stevie Ray Vaughan und Ronnie Earl … . Wie sagte sie so schön: „We always listen loud to Ronnie Earl Songs in our tourbus“

Auch gesanglich ist eine deutliche Weiterentwicklung festzustellen. Ob lautstark, beseelt oder „nur“ hingehauchte Textzeilen („Jaco“), es passt. Selbst die ein oder zwei Strophen, die sie ohne Mikro singt überzeugen.

Im Set befinden sich auch neue Songs (u.a. „My Man“), die für das kommende Studioalbum geplant sind. Zum momentanen Zeitpunkt fehlt es der Band an Probenzeit dafür, also erhalten die Songs auf der Bühne ihren Schliff.

Das zentrale Stück der beiden Sets ist „Hometown“, das mittlerweile wohl bei keinem Popovic Konzert fehlen darf. Denis Palatin glänzt mit einem überaus kurzweiligen Drumsolo.

Die Frage ans Publikum, ob ein Jimi Hendrix Song gewünscht wird, erübrigt sich fast schon. Der Beifall dafür war klar wie Kloßbrühe. „House Burning Down“ war die Folge.

Neben den drei elektrischen Gitarren steht auch eine 12-saitige akustische auf der Bühne. Da mussten wir bis zur Zugabe auf ihren Einsatz warten. Für den Elmore James Titel „Done Sombody Wrong“ befand sich wieder das Bottelneck am Ringfinger.

Für das letzte Lied der Zugabe durfte das Publikum entschieden … etwas Funkiges oder einen Blues. Per Handheben war die Mehrheit für einen Blueser. Ana: „I know, we´re in a Bluesclub.“ „Love Me Again“, und ab dafür. Bei diesem Song fehlt es dann auch nicht an der entsprechenden Show.

Etwas „Negatives“? Das Konzert war mehr als 2 Stunden lang. Es hätten ruhig 3 Stunden sein können.

Scherz beseite, Ernst komm´ rein. Ein rundum tolles Konzert einer „erwachsen“ gewordenen Ana Popovic, der man einfach nur weiterhin viel Erfolg in ihrer aufstrebenden Karriere wünschen möchte. Was ich hiermit auch mache.


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