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Dieses Thema hat 4 Antworten
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DiebPurple
Great Champ

Beiträge: 697

19.02.2006 19:13
Deep Purple und Alice Cooper - 15.02.2006/Wetzlar (Mittelhessen-Arena) antworten
Am 15.02.2006 ist es also mal wieder soweit gewesen: DiebPurple goes Deep Purple.

Wo 4 Tage vorher Stefan Raab noch seinen Bundesvision SongContest zelebrierte, spielen heute „She says“, „Alice Cooper“ und „Deep Purple“, um Hessen zu rocken. Gegen 18:30 Uhr erreiche ich die heiligen Hallen der Mittelhessen Arena. Mit dabei, wie immer, mein Sohn Sebastian, der Soundshooter. Erster Eindruck der Location: Top moderne Halle mit klasse Service- und reibungslosen Hallenmanagement.

Es ist jetzt 3 Jahre her, daß ich Deep Purple zusammen mit Lynnard Skynard gesehen habe. Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung sich DP entwickelt hat. Aber eines will ich unbedingt: Ich will unbedingt wieder mein Gänsehaut Feeling haben, wie immer bei einem DP Konzert.

Punkt 19:00 Uhr. Es geht los. Als Vorband startet „She Says“ eine österreichische Newcomer Rockband, die eine ordentliche halbstündige Performance zeigt. Vor allem Frontfrau Cathi Priemer macht dem Saal mit Ihrer Rockröhre ordentlich Dampf. Schade, daß zu dieser Zeit die Halle erst zu einem Viertel gefüllt ist. Nach dem leider viel zu kurzen Auftritt eine erfreulich kurze Umbaupause.
Sebastian braucht ne Cola und ich treffe endlich die restlichen Jungs unserer Kapelle. Die waren mal wieder zu spät!!

Dann Alice Cooper. Mit Brachialgewalt knallt mir das hammerharte Intro „Phantom Of The Opera“ entgegen, gefolgt von „Mr. Nice Guy“ und „Dirty Diamonds“. Alice Cooper beginnt, Plastikketten ins Publikum zu schmeißen. Die Eingeborenen der Urbevölkerung Hessens greifen eifrig zu. Mittlerweile dürften so 4000 Leute in der Halle sein. Langsam wird die Veranstaltung zum Hessenkessel und ich merke, daß der Sound immer breiiger und lauter wird. Cooper verteilt jetzt Dollarscheine zu „A Million Dollar Baby“ von einem Säbel.
Dann das wirkliche Highlight des Abends: „I’m Eighteen“, ein richtig gut gemachter Song mit phantastischen Gitarrensoli, viel differenzierter als die anderen Songs.

Nach 75 Minuten rasanter, lauter Horror Show mit Domina - Frankenstein – Guillotine und Hinrichtung ist alles wieder ruhig. Fazit: musikalisch ok, als Show ein großer Spaß. Gleich kommt Deep Purple!!

Während der Umbaupause platzt die Halle bereits aus allen Nähten. Dann eine Fanfare, es ist stockdunkel, die Bühne ist leer. Auf den beiden Videoleinwänden sieht man die Jungs von DP nach einander aus einem PA Rack steigen und zum Hintereingang gehen. Sekunden später steht die Bühne in gleißendem Licht.

Deep Purple ist auf der Bühne!! Die ersten Songs sind vom „Rapture Of The Deep“ Album. Pictures of Home
Things, I Never Said, Wrong Man und Ted the Mechanic sind hervorragende Rocksongs, perfekt gespielt und toll anzuhören. Die Band wirkt sehr relaxt und abgeklärt und klingt aber irgendwie fast synthetisch.

Ein paar Songs weiter dann „Well Dressed Guitar“, der Solo Part von Steve Morse. Der Mann ist einfach genial. Er schießt seine Soloriffs gnadenlos durch die Halle!! Wow!! Jetzt geht das Solo geht langsam in „Lazy“ über. Und endlich: mein Gänsehautfeeling kommt und der Saal kocht!!

Nun stimmt auch der Sound bei der PA und alles kommt perfekt rüber. Dann folgt quasi ein Kracher nach dem anderen: Perfect Strangers, Space Trucking, Highway Star, Smoke On The Water, Speed King. Black Night und Hush gab es als Zugabe. Als DP nach gut 2 Stunden von der Bühne gehen, hinterlassen sie den Eindruck einer perfekt inszenierten Bühnenshow mit qualitativ hochwertiger Musik. Sebastian und ich sind eigentlich fast zufrieden. Das Publikum verlangt immer noch Zugabe. Vielleicht kommen sie ja doch noch einmal raus, so einfach spontan, so wie früher! Nee, leider doch nicht.

Während unter den Roadies ein hektisches Treiben beginnt und die Bühne im Arbeitslicht steht, tauschen wir uns alle noch einmal untereinander aus:

Du spürst einfach, daß DP jetzt in quasi „perfect harmony“ spielt . Ach Mann, wo sind die beißenden Angriffe der Hammond geblieben und wo die vernichtenden Konter der Strat?

Wir sind uns einig, daß sich der DP Sound gewaltig verändert hat. Die Dominanz der Hammond Orgel ist verschwunden. Diesen Platz hat die (jetzt die völlig anders klingende) Lead Guitar eingenommen. Gerade bei den alten Stücken hat man fast das Gefühl, DP würden sich selbst covern.

Trotzdem, es war ein geiler Abend. Das nächste Mal, wenn DP im Lande ist gehe ich wieder hin, Sebastian auch.



keep on rockin'
DiebPurple
Jogi
Administrator

Beiträge: 5.582


20.02.2006 11:07
RE: Deep Purple und Alice Cooper Live in der Mittelhessen-Arena am 15.02.2006 antworten
Danke für den schönen Bericht. Obwohl der fehlende Hammond-Orgel-Sound bei mir persönlich sicher etwas zu Verdruß geführt hätte.


Gruß Jogi

Wenn nicht hier, dann in Jogi`s Guitarforum
http://www.jogi-guitarforum.de/

mobyne
Great Champ

Beiträge: 511


20.02.2006 11:32
RE: Deep Purple und Alice Cooper Live in der Mittelhessen-Arena am 15.02.2006 antworten

Nach deinem Bericht hat man das Gefühl, als wäre man dabei gewesen.
Schade das DP nicht mehr den alten Biss hat.



Habe immer mehr Träume als die Realität zerstören kann


ufoway
Keep on rockin`

Beiträge: 50

20.02.2006 15:40
RE: Deep Purple und Alice Cooper Live in der Mittelhessen-Arena am 15.02.2006 antworten

Hallo, war am Samstag in der Olympiahalle bei Deep Purple/Alice Cooper....der Schockmeister alter Zeiten hat sich eigentlich gut verkauft...aber Deep Purple...puh, die Songauswahl...wirklich daneben...die Leute waren richtig sauer...erst am Schluß war ein bißchen Stimmung...aber unterm Strich...bei dem hohen Eintrittspreis...nein, unterstützt die kleinen Gruppen, in den kleinen Clubs,Hallen.
Nix für ungut


StdV
Rising sun

Beiträge: 262


03.03.2006 18:05
RE: Deep Purple und Alice Cooper Live in der Mittelhessen-Arena am 15.02.2006 antworten

Tja, Depp Purple ist eine Legende, keine Frage.

Doch ich muss gestehen, dass ich die letzte Show, die ich von denen gesehen habe, vorzeitig verlassen habe.
Ok - das lag nicht nur an Purple, sondern auch an der Location, an Lynyrd Skynyrd, aber auch an Ian Gillan und Don Airey.

Schon Synyrd waren letztendlich Mist an diesem Tag in Bonn. Sie spielten ihr Set ohne Vervre. Sie wirkten gelangweilt, teilweise genervt und hatte soviel Spannkraft wie eine nasse Nudel. Einzig Ricky Medlocke hat versucht, etwas Spaß zu verbreiten. In dieser Horde Tranquilizer wirkte er damit aber völlig deplaziert.

Dann kam DP. Wie Dieb Purple bereits berichtet hatte, fehlt die Hammond kolossal. Ich mag Steve Morse Stil sehr und ich halte ihn für weitaus talentierter als R.Blackmore, aber er ist eben ein "lieber Jung". DP-Live lebte immer auch von der Spannung auf der Bühne.
Als Gillan sich dann an Child in Time versucht hat, musste ich gehen.... Sorry DiebPurple!

Olli


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