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bluesmaniac
Great Champ

Beiträge: 952


30.04.2006 09:00
Chicken Shack-Poor Boy : The Deram Years 1972-1974 antworten
Chicken Shack - Poor Boy:The Deram Years 1972-1974



9/10

2006, Castle Music

Tracklist:

CD-1:
Imagination Lady

1. Crying Won´t Help You Now
2. Daughter Of The Hillside
3. If I Were A Carpenter
4. Going Down
5. Poor Boy
6. Telling Your Fortune
7. The Loser

Unlucky Boy

8. You Know You Could Be Right
9. Revelation
10. Prudence´s Party
11. Too Late To Cry
12. Stan The Man
13. Unlucky Boy
14. As Time Goes Passing By
15. Jammin´ With The Ash
16. He Knows The Rules
Bonus Track
17. As Time Goes Passing By (single version)

CD-2:
Bonus Disc
Goodbye Chicken Shack (Live)

1. Everyday I Have The Blues
2. The Thrill Is Gone
3. Going Down
4. You Take Me Down
5. Webb´s Boogie
6. You´re Mean
7. Poor Boy
8. Webb´s Guitar Boogie Shuffle
9. Tutti Frutti

Spieldauer: CD-1: 79:35
CD-2: 48:16


Hallo zusammen,

Castle Music/Sanctuary Records ist ein einigen Belangen ein echter Scout auf dem Musikmarkt. Dem Label ist es zu verdanken, dass so manche Musiker und Bands in ihrer Retrospektive durch Reissues wieder belebt werden.
So erging es dem Slide-Gitarristen Brain Knight, den Yardbirds, Savoy Brown (Hellbound Train Live: 1969-1972), Brian Auger & The Trinity oder den Groundhogs.
Allesamt höchst interessante, informative und natürlich hörenswerte Discs mit Bonus-Tracks oder –CD.

Unter diesem Aspekt erschien Ende Februar 2006 die Doppel-CD vorliegende Doppel-CD mit den Alben „Imagination Lady“ und „Unlucky Boy“ (mit der Single Version von „As Time Goes Passing By“ als Bonus-Track). Als Bonus Disc haben wir ein ganz rares Teil in Händen: Die aus 1974 stammende „Goodbye Chicken Shack (Live)“, das vielleicht auch unter dem Titel „Go Live“ (UK) bekannt sein dürfte.

Ab Track 8 auf der ersten CD lauschen wir dann „Unlucky Boy“. Chicken Shack war nicht nur von gutem Blues geprägt sondern auch von Band-Umbesetzungen…
Unlucky Boy hatte folgendes Line-Up:

Stan Webb – guitar, vocals
Tony Ashton – piano
Paul Hancox – drums
Bob Daisley – bass
Chris Mercer – saxophone

Chicken Shack war die Verfolger der zur damaligen Zeit noch tief im Blues steckenden Fleetwood Mac. Beim Eröffnungstrack von „Unlucky Boy“ ist die Ähnlichkeit zu Mac nicht von der Hand zu weisen.

Chris Mercers Saxophon ist zur damaligen Zeit eindeutig gedubbed worden. Sowohl auf Revelation als auch auf dem Titelstück hören wir eine Horn-Section. Aber das ist bei diesen historischen Aufnahmen bitte nicht als Wermutstropfen zu verstehen.

Alle auf „Unlucky Boy“ gelisteten Musiker haben die beiden Jams „Stan The Man“ und „Jammin´ With The Ash“ live im Studio eingespielt.
Diese beiden Tracks sind aus meiner Sicht Aushängeschilder der „Unlucky Boy“-CD.
Was ein Tony Ashton auf „Jammin´ With The Ash“ auf dem Piano abliefert hat Format. Neben den Licks von Stan Webb ist Ashton die zentrale Person in diesem Song.

Johnsons „Too Late To Cry“ ist ein weiteres Stück Musik, dass nur mit einer dezenten Basslinie begleitet unter anderem Gesichtspunkt zu den Highlights des Albums zählt.
Was Stan Webb hier gesanglich und Gitarrenmäßig abliefert, hat Format und man spürt, welches Gefühl er für die so bedeutungsvollen Zwischentöne hat.

Der Titel-Track ist so gar nicht unglücklich. Mit feinen Breaks versehen, versprüht der Song kurz und knapp immer noch verdammt gute Laune.

Die folgende Ballade „As Time Goes Passing By“ kontrastiert das damalige Chicken Shack Programm vollkommen. Die Streicher machen den Track zuckersüß.
Als Bonus liefert „Poor Boy“ ebenfalls die Single-Ausgabe des Songs. Verzichten muss man leider auf Webbs zweites Solo. Schade.

Zu einem richtigen groovenden Rock & Roller entwickelt sich der Coversong „He Knows The Rules“. Bei den Gitarren-Soli werden Erinnerungen an Chuck Berry wach. Mercers Saxophon, wieder in Gebläse-Manier ist das Salz in der Suppe.

Haben wir uns auf der ersten CD schon verdammt viel Erfreuliches aus der Chicken Shack-Retro-Abteilung gehört, muss unweigerlich das Augenmerk auf die Bonus-CD gelegt werden.

„Goodbye Chicken Shack“ wurde mit folgendem Line-Up gespielt:

Stan Webb – guitar, vocals
Dave Wilkinson – piano
Rob Hull – bass
Alan Powell - drums

Eröffnet wird der fast 50-minütige Konzertausschnitt mit zwei B.B. King Nummern: „Everyday I Have The Blues“ und „The Thrill Has Gone“. Chicken Shack drücken beiden Tracks ihren Stempel auf. Das Piano ergänzt die Gitarre, Bass und Drums bilden einen feinen Rhythmusteppich und Webb singt vorzüglich mit seiner unverbrauchten Stimme. Die Band wird vorgestellt und das Publikum ist unmittelbar auf der Höhe, klatscht im Rhythmus und singt den Refrain mit.
Und Webb hat ihn, im Gegensatz zum Titel, den Thrill, diese Spannung in seinem Gitarrenstil und Gesang. Herrlich fließende Pianopassagen sind das i-Tüpfelchen auf dem Klassiker und wir können ausgiebig Stans Gitarre lauschen.

Nicht weniger beeindruckend ist „Going Down“, von Don Nix geschrieben. Chicken Shack in kompaktem Bandsound. Klar, bis wieder die Gitarre via Solo in den Vordergrund tritt.

Nach drei Abräumern kommt es mit Webbs „Take Me Down“ zum ersten Slow-Blueser mit einem emotionalen Gitarresolo, in dem Stan seine Klasse abermals unter Beweis stellt.

Aber dann sind wir, bei aller Gütequalität der Songs, noch nicht bei der Live-Ausgabe von „Poor Boy“, im Original auf Imagination Lady enthalten, angekommen. Und da lohnt sich der Vergleich: Eine Demonstration auf sechs Saiten. Welche Sounds Webb hier kreiert such seines Gleichen und das nicht nur zur damaligen Zeit.

Hey, honky Piano, Boogie-Woogie, Webb´s Boogie, it´s Wilkinson-Time. Der Mann am Piano hat seinen großen Auftritt. Erst später setzt die Gitarre ein. Leute, da ist es, das was in diesen Tagen ein Bernard Allison in seiner Art auf „Energized“ mit „Talking Guitar“ zum Besten gibt, hatte Stan Webb, mit dem Wah-Wah schon vor 30 Jahren drauf…

Webb´s „Guitar Boogie Shuffle“ darf dann wieder an den bereits oben erwähnten Chuck Berry erinnern.
Und da passt zum krönenden Abschuss „Tutti Frutti“ wie die Faust auf´s, na ihr wisst schon.

Drei Chicken Shack-Alben auf zwei CDs, davon zwei besonders zu empfehlende, eine mit jede Menge Highlights: Was will man mehr?

Das Label hat wieder mal gezeigt, dass es Fingerspitzengefühl hat und kredenzt und eine Retrospektive, die es in sich hat.
Das zu einem kleinen Poster ausklappbarem Booklet mit höchst interessanten Linernotes von Neil Slaven und tollen Fotos rundet die Sache ab.




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