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Jamina
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Beiträge: 6.739


19.01.2006 13:55
RPWL, Ray Wilson & The Amber Light, 10.03.05 Freising "Lindenkeller antworten
Der offizielle Tour-Start der deutschen Vorzeige-Progessive-Symphonic-Rocker RPWL in ihrer schönen Heimatstadt Freising hätte nicht besser laufen können. Dank zweier superber Supporter, nämlich THE AMBER LIGHT und keinem geringeren als RAY WILSON entwickelte sich der Abend zu einem richtigen Festival. Im Gesamteindruck als Konzert-Highlight wohl nicht so ohne weiteres zu toppen.

Wer THE AMBER LIGHT bislang so wie ich nur aus der Konserve kannte, durfte ein kleines blaues Wunder erleben. In den Studioaufnahmen eher soft und ruhig wirkend, rockten diese Jungspunde den Lindenkeller live wie die Großen. Eine tolle Performance von "Gangsters" und "Stranger & Strangers". Noch viel stärker als auf CD und beeindruckend in der Live-Umsetzung und Improvisation. Da blieb einem schier die Spucke weg. Phänomenal welche brachialen Soundwände und -gewitter aus Keyboard und Gitarren entstehen können. Derartiges Live-Potential lassen die Alben nicht unbedingt auf den ersten Blick erahnen. Auch ‚Moody’, ein Song den THE AMBER LIGHT regelmässig live spielen, doch bislang auf keinem Silberling verewigten, ist ein genialer Schachzug der vier Musiker. Einziger klitzekleiner Mängel der Wiesbadener Truppe: Die sehr sympathischen aber introvertierten Musiker spielten eine hervorragende Setlist. Doch hin und wieder etwas mehr Kommunikation als nur „Danke, das war...“ oder „Ja, und jetzt kommt...“ wäre unter Umständen sehr hilfreich um etwas mehr den Kontakt mit dem Publikum herzustellen. THE AMBER LIGHT wurde „nur“ Zeit für fünf Songs gewährt, welche sie jedoch auf vortrefflichste nutzten. Immerhin dauerten diese fünf Stücke doch zusammen etwa 45 Minuten. Unter großem Beifall entschwanden die Vier ins Nirwana um später am Merchandising-Stand wieder zum Vorschein zu kommen und sich am großen Interesse der Vorbeiziehenden zu erfreuen und eifrig Autogramme und Auskunft zu geben.

Nach einer ultrakurzen Umbaupause (fast zu kurz um sich schnell noch was zu trinken und ein paar Infos zu besorgen) ging es auch schon weiter mit (Traum-)RAY WILSON. Nach wie vor reagiert Ray stark auf sein Publikum. Stimmt die Chemie, ist er Höchstform. An diesem Abend stimmte mal wieder alles, wie die Probe auf’s Exempel bestätigte. Seine Sprüche und Witzchen kamen bei den Fans gut an, auch die nachdenklicheren Töne sparte er nicht aus. Stimmung perfekt, der Star bestens aufgelegt. Das Acoustic-Set vom Feinsten, mit Genesis-Covers aller Schaffensphasen. Leider hat er auch Phil Collins nicht ausgelassen, was aber durch "Biko", "Not about Us" und "Carpet Crawlers" wieder wettgemacht wurde. Eigene Songs von "Change" (‚Another Day’ ‚Long Way’ ‚Change’), seltsamerweise nichts von seinem aktuellen Silberling „Next Best Thing“ und natürlich "Roses". RAY WILSON nur alleine mit seiner phantastischen, etwas rauen, Stimme und Gitarre bewaffnet zu erleben ist stets ein Garant für Gänsehaut pur. Um Klassen besser als seine Full-Band-Konzerte, obwohl auch die stets erlebenswert sind. Eine wunderbare Stunde verging wie im Flug. Unter frenetischem Beifall bedankte sich RAY WILSON artig und entschwand in die Dunkelheit.

Das Licht ging gar nicht erst an, die Zeit reichte grad mal schnell zum Luftholen und zur Kamerakontrolle, während RPWL im Halbdunkel die Bühne enterten. ‚Sleep’, einer der besten Songs auf „World Through My Eyes“, ist als Opener einfach genial. Dieser Song zeigt schon das ganze Potential der Freisinger auf. Verträumt, melodiös, farbig aber auch rockig und voller Power. So macht das Leben Spaß, die positive Grundstimmung des Albums war stets spürbar. Einer meiner Begleiter brachte die Sache auf den Punkt: „RPWL strahlten den ganzen Abend die bunten Farben ihres Covers aus.“ Ein großes Kompliment. Besser hätte man es nicht ausdrücken können. Show toll, Sound perfekt (jedenfalls unmittelbar vor der Bühne), Musiker gut drauf, wenn auch zu Beginn erkennbar nervös. Chris Postl, der Live-Rückkehrer, war sichtbar hocherfreut über den Beifall mit dem sein Comeback bejubelt wurde. Er hüpfte und turnte über die Bühne wie ein Clown, ein beständiges glückliches Grinsen auf dem Gesicht und stets bereit mit Yogi oder Kalle ein „Duell“ auszufechten. Mögen auch manche den Hingucker-Effekt eines Markus Ebner (besonders sei an seine balinesischen Röckchen erinnert) vermissen, im Hintergrund hatte das Gründungsmitglied Chris P. ja ohnehin stets mitgemischt, -gespielt und -komponiert, wie ein Blick in die Booklets bestätigt. So ist es doch nur legitim nun auch wieder offiziell auf der Bühne zu stehen. Welcome back, Chris!
Sein Bühnendebüt gab auch der neue Keyboarder Markus Jehle, der sich wie es aussieht nahtlos in die RPWL-Struktur einfügt. Nachfolger des vor einer Weile ausgeschiedenen Andreas Wernthaler, der sich erfreulicherweise unter den Zuschauern eingefunden hatte und sich neidlos an der Show erfreute.

Mit ‘Start The Fire’ ging es weiter, Zwischenspiel war ‚Who Do You Think We Are’ vom Debüt „God Has Failed“, ‘Gentle Art Of Swimming’ (Stock), die Ballade ‘Everything Was Not Enough’ und das floydsche ‘Sea Nature’. Die zu Beginn leicht spürbare Nervosität hatte mittlerweile etwas nachgelassen, flammte jedoch mit dem Betreten der Bühne durch RAY WILSON wieder auf. Die gemeinsame Darbietung des Hits ‚Roses’ war schlichtweg phantastisch. Den Jungs bleibt gar nix anderes übrig als diesen wunderbaren Song als Single auszukoppeln, so auch der allgemeine Tenor unter den Zuschauern. Dann urplötzlich etwas Verwirrung und Unsicherheit auf der Bühne. Der Grund: Mister Ray Wilson hatte kurzfristig entschieden ‚Inside’ nun doch und jetzt sofort (sah auf der nach dem Konzert eroberten Setlist etwas anders aus) zu spielen, was auch geschah. Das „Dream-Team“ RPWL-WILSON meisterte diese vermeintliche Hürde bestens und keiner hätte deswegen nervös sein müssen. Klasse RPWL auch mal fett rocken zu sehen; wird wohl nicht sooo oft vorkommen. Als Dankeschön für seinen Freund Yogi Lang spielte RAY W. dann noch ‚Adolescent Breakdown’ von seiner aktuellen CD „The Next Best Thing“. Unter vielen Dankeschöns und Umarmungen für Yogi entschwand der Meister um den Platz an der Sonne wieder dem ripplschen Großmeister zu überlassen.

Mit dem Titelsong des zweiten Albums ‚Trying To Kiss The Sun’ wurde ein weiterer Hit ausgepackt. Yogi Lang in Hochform, sichtlich lockerer und gelöster. Ein ohnehin genial agierender Kalle Wallner, der selbst dann über eine ganz besondere Ausstrahlung verfügt, wenn er „nur“ dasteht und versunken und konzentriert auf seiner Gitarre spielt. Und dazu DER Song des Abends – ‚3Lights’. YES!!! Das bedeutete noch mehr Gänsehaut als bei ‚Roses’. Diese Keyboard- und Gitarrensolos sind einfach grandios und der Wunsch, dass es niemals enden möge wird beinah übermächtig. Doch ‚Wasted Land’ holt Unsereinen wieder in die Realität zurück. Mit Videoeinblendungen bekannter Markennamen wurde darauf hingewiesen, dass all diese Konzerne und Marken in purem Vermarktungs- und Geldvermehrungswahn arbeiten, den Kunden das Konsumdenken anerziehen und auferlegen und die wirklichen Bedürfnisse der Menschen völlig außer acht gelassen werden. Immer wunderbar ‚Hole In The Sky’ vom Debüt, die Pink Floyd Strukturen sind hier noch klar hörbar. Das wär’s dann gewesen – offziell. Mittlerweile war es weit nach Mitternacht. Doch so einfach sollten die Lokalmatadoren hier nicht wegkommen! Unter großem Gejubel, Geklatsche und Gejohle gewährten RPWL ihre Zugaben ‚Tell Me Why’ und das, in einer phänomenalen akustischen Version dargebotene ‚Crazy Lane’.

Die gesamte Besetzung von RPWL versammelte sich bereitwillig nach dem Konzert um freundlich und geduldig Autogramme zu geben, unzählige Fragen zu beantworten oder einfach mit den Fans zu ratschen. Auch Ray W. ließ sich kurzzeitig blicken, war höflich und erfüllte die Wünsche seiner Fans und ehe man sich’s versah, war er samt seiner Tyla wieder entschwunden.

SETLISTS:
The Amber Light
Tartaros
Gangsters
Still Going Nowhere
Moody
Stranger & Strangers



Ray Wilson – Acoustic-Set
In The Air Tonight
Carpet Crawlers
Biko
Not About Us
Another Day
Roses
Long Way
Change



RPWL & Ray Wilson

Roses
Inside
Adolescent Breakdown



RPWL
Sleep
Start The Fire
Who Do You Think We Are
The Gentle Art Of Swimming
Everything Was Not Enough
Sea Nature
Trying To Kiss The Sun
Spring Of Freedom
3Lights
Wasted Land
Hole In The Sky
Zugaben:
Tell Me Why
Crazy Lane






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LG, Jamina

Keep on rockin' in a free world
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